16.08.2019bdo: Busspuren müssen Busspuren bleiben

Busspur

Der bdo kritisiert Andreas Scheuer für den Vorschlag, Busspuren auch für E-Scooter und Fahrzeuge mit mehreren Insassen zu öffnen.

Am gestrigen Donnerstag, 15. August 2019, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und anderer Regelungen vorgelegt. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) kritisierte umgehend den Plan, dass die Straßenverkehrsbehörden der Länder die Freigabe von Bussonderfahrstreifen künftig anordnen können. Dieser Idee zufolge dürften Elektrokleinstfahrzeuge und Pkw mit mindestens drei Insassen ebenfalls die Busspuren benutzen. Ein solcher Schritt würde den öffentlichen Personenverkehr als Rückgrat der Verkehrswende deutlich schwächen, argumentiert der bdo.

„Die vorgeschlagene Freigabe der Busspuren für Autos und Elektroroller ist mit Blick auf die notwendige Reduzierung der Emissionen auf den Straßen leider der völlig falsche Schritt“, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. Die zu erwartenden längeren Fahrtzeiten würden dazu führen, dass der öffentliche Busverkehr "zwangsläufig an Attraktivität" verliere. "Vorfahrt für Bus und Bahn sind die einzige richtige Antwort auf die aktuelle Herausforderung, die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Darum muss der öffentliche Verkehr weiter ausgebaut – und nicht vor neue Hindernisse gestellt – werden", fordert Leonard.

Die Novelle geht am 19. August in die Ressortabstimmung.

(ms)



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