480 Pferde in einer Reithalle

26.03.2013 14:53 Uhr
Mannschaftsbus Mönchengladbach
© Foto: MAN

Im Rahmen einer außergewöhnlichen Bustaufe hat Borussia Mönchengladbach seinen neuen MAN-Mannschaftsbus in Empfang genommen.

Der 480 PS starke Bus des Typs MAN Lion’s Coach L wurde in einer Mönchengladbacher Reithalle auf den Namen „Linie 1900“ getauft und verweist damit auf das Gründungsjahr des Vereins. Der Ort sowie die Art und Weise der Taufe spielen auf den in den 70er-Jahren aufgekommen Begriff der „Fohlenelf“ an. Vier Dressurpferde enthüllten den zunächst verdeckten Bus, ehe Rainer Bonhof, aktueller Vizepräsident des Clubs und Mitglied der legendären Fohlenelf aus den 70ern, das Kommando auf einer historischen Feuerwehrkutsche übernahm. Mit Unterstützung, unter anderem von Martin Stranzl und Tony Jantschke, taufte das Gespann den neuen Bus. „Das war mal etwas Anderes. Schließlich findet eine solche Übergabe nicht alle Tage in einer Reithalle statt“, sagte Rainer Bonhof. „Zum Glück wird der neue Mannschaftsbus deutlich bequemer sein als die Kutsche“, ergänzte Martin Stranzl mit einem Schmunzeln.

Im Vorfeld der Veranstaltung war eine heiße Diskussion unter den Gladbach-Anhängern entbrannt: Sollte der neue Mannschaftsbus nun „Joko“ – der bekannte TV-Moderator und Gladbach-Anhänger hatte seine Fans im Internet dazu aufgerufen, für diesen Namen abzustimmen – oder „Linie 1900“ heißen? Obwohl der Entertainer mit Hilfe seiner Fans die meisten Stimmen auf sich verbuchen konnte, verzichtete er auf den Bus-Titel. Stattdessen erklärte der gebürtige Mönchengladbacher in einer Videobotschaft seinen Respekt gegenüber den Borussia-Fans und dem Verein und überließ den Sieg dem Namensvorschlag mit den zweitmeisten Stimmen. „,Joko‘ wäre natürlich ein Ding gewesen, aber ‚Linie 1900‘ passt mit Blick auf unsere Vereinsgeschichte natürlich auch perfekt“, kommentierte Rainer Bonhof den Ausgang des Fan-Votings.

„Gladbach macht in der MAN-Busflotte der Bundesliga das Dutzend voll. Wir freuen uns, dass sich auch Borussia Mönchengladbach für einen MAN-Mannschaftsbus entschieden hat“, sagte Andreas Lampersbach, Head of Corporate Communications der MAN SE. Elf weitere Erstligisten, unter anderem Borussia Dortmund und der FC Bayern München, fahren mit Bussen aus dem Hause MAN zu ihren Spielen. „Damit sind wir ja in bester Gesellschaft. Diese Busse sind hochmodern ausgestattet und bieten den Spielern eine optimale Vorbereitung vor und Regeneration nach dem Spiel“, stellte Lucien Favre, Trainer der Gladbacher, abschließend fest. (ah)

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