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49-Euro-Ticket: Lufthansa-Tochter hat bereits technische Lösung

Voraussetzung für die Nutzung der Plattform von Lufthansa Industry Solutions (LHIND) sei lediglich eine zertifizierte Schnittstelle zur VDV-Kernapplikation in Verbindung mit dem LHIND-Vertriebshintergrundsystem Patris, heißt es von Seiten LHINDs.
© Foto: iStock/AdrianHancu

Lufthansa Industry Solutions hat eine technische Lösung entwickelt, mit der die Kunden des IT-Dienstleisters ihren Abonnenten das 49-Euro-Ticket bereits ab dem 1. Januar 2023 anbieten sollen.


Datum:
30.11.2022
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit:
4 min
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In einer Pressemeldung ist „Lufthansa Industry Solutions“ überzeugt, dass Verkehrsunternehmen „mit Hochdruck“ an der Umsetzung der politischen Forderungen nach dem 49-Euro-Ticket arbeiten, weil „Bund und Länder“ ja dessen Einführung beschlossen hätten. Dabei gehe es jedoch nicht nur um die Finanzierbarkeit des Tickets, sondern auch um dessen technische Machbarkeit. Viele Details im Zusammenhang mit der bundesweiten Lesbarkeit des Tickets seien schwieriger umzusetzen als bei der herkömmlichen Einführung einer neuen Tarifvariante, verlautbarte André Jacobs, Director Mobility & Transport bei Lufthansa Industry Solutions (LHIND).

Die Lufthansa-Tochter betreut die Software der Vertriebshintergrundsysteme von 35 ÖPNV-Anbietern in Deutschland. Zu den Kunden zählen unter anderem die S-Bahn-Berlin, die Kölner Verkehrsbetriebe, die Stuttgarter Straßenbahn AG sowie die Münchner Verkehrsgesellschaft. Für diese Bestandskunden sei es technisch kein Problem, das Deutschlandticket zum Jahreswechsel anzubieten, so Jacobs. Das notwendige Software-Upgrade stehe sogar ab sofort zur Verfügung, so dass der Umstellungs- und Einführungsprozess beginnen könne. Und nicht nur das: Auch LHIND-Neukunden könnten zeitnah von der Software-Lösung profitieren und „damit gut gerüstet in den Verkauf des neuen Deutschlandtickets starten“. Voraussetzung dafür sei lediglich eine zertifizierte Schnittstelle zur VDV-Kernapplikation in Verbindung mit dem LHIND-Vertriebshintergrundsystem Patris.

Derzeit werden etwa 120 Millionen Tickets pro Monat über die von LHIND betreuten Systeme verkauft. „Wenn unsere Kunden Fahrscheine wie das Deutschlandticket anbieten wollen, stehen wir als IT-Dienstleister und Softwareentwickler in der Pflicht, das Projekt so schnell wie möglich im wahrsten Sinne auf die Schiene zu bringen“, wirbt André Jacobs.

Neben der übergreifenden Standardisierung nach dem Schnittstellenstandard in der Kernapplikation des Branchenverbands VDV ist die bundesweite Lesbarkeit des Deutschlandtickets die größte Herausforderung. So soll beispielsweise ein 49-Euro-Ticket, das in Berlin gekauft wird, überall im deutschen Nah- und Regionalverkehr gelten – also etwa auch bei den Verkehrsbetrieben in Köln oder München. Laut Jacobs kann das Deutschlandticket über die LHIND-Plattform sowohl auf dem Smartphone als auch auf Papier oder als Chipkarte genutzt werden.

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