Nachdem das Amt festgestellt habe, dass Wettbewerbshindernisse auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zu erhöhten Spritpreisen führten, seien der Bundeswirtschaftsminister und das Bundeskartellamt gefordert, konkrete Vorschläge zur Verbesserung des wettbewerbsrechtlichen Instrumentariums vorzulegen. Ziel müsse es sein, eine weitere Konzentration auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zu verhindern und den Wettbewerb zu stärken. Mit der Kritik des Bundeskartellamts an der aktuellen Struktur des deutschen Kraftstoffmarktes sieht sich der ADAC bestätigt. So führe die marktbeherrschende Rolle einiger weniger Tankstellenketten zu höheren Kraftstoffpreisen als bei einem gut funktionierenden Wettbewerb. Die meist von den Marktführern Shell oder BP/Aral initiierten Preisanhebungsrunden setzten sich der Regel sehr schnell an den Tankstationen der fünf dominierenden Unternehmen durch. In den Genuss von Preisrückgängen kämen die Autofahrer dagegen meist deutlich langsamer. Bestätigt würden zudem die Erkenntnisse des ADAC, wonach die Kraftstoffpreise zu bestimmten Zeiten, etwa vor Ferien oder Wochenenden oft deutlich stiegen. (ah)
ADAC fordert Konsequenzen aus Kartellamtsbericht
Die jetzt bekannt gewordenen Ergebnisse der Kraftstoffmarktuntersuchung des Bundeskartellamts erfordern nach Ansicht des ADAC dringend Konsequenzen.