Laut dem Lobbyverband sei überall in ganz Europa Bahnfahren sicherer als Autofahren. Auch in Deutschland hält die Bahn ihren Spitzenplatz als sicherstes Verkehrsmittel. Während der Bus in puncto Sicherheit ebenfalls deutlich vor dem Pkw liegt, sei der Abstand zwischen Bus und Bahn dennoch spürbar: Nach Berechnungen des Verbands sei das Todesrisiko für Busreissende im Vergleich zur Bahn rund fünfmal höher, das Verletzungsrisiko rund 28mal höher. „Die Bahn ist das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Auto-Club Verkehr (ACV) in Berlin. An dieser Tendenz ändere auch ein schwerer Zug-Unfall wie Hordorf nichts, bei dem Anfang 2011 acht Bahnreisende starben. Die Allianz pro Schiene legte für ihre Berechnungen Daten des Statistischen Bundesamtes für die Jahre 2004 bis 2010 zugrunde. Danach seien im Zug je Milliarde Personenkilometer 0,04 Fahrgäste getötet worden, im Bus dagegen 0,2. Damit liegt die Zahl um den Faktor 4,6 höher. Beim Pkw liegen die Zahlen bei 2,9 Toten und der Faktor damit bei 67,2. In punkto Verletzte komme die Bahn auf eine Kennzahl von 2,67, der Bus auf 73,8 und damit dem 27,7-fachen. Seit Jahren kritisiert jedoch der BDO, dass in der durch die Allianz pro Schiene veröffentlichten Statistik Passagierzahlen der Bahn mit den Zahlen von Fahrern, Beifahrern und Passagieren von Bussen verglichen werden. Die getöteten Bahnbediensteten sind hingegen nicht enthalten – ein seriöser Vergleich der Zahlen sei somit in dieser Form nicht möglich.
Bahn sicherer als der Bus?
Die Allianz pro Schiene ist sich nach Auswertungen von Daten des Statistischen Bundesamts sicher: In Deutschland belegt die Bahn den Spitzenplatz als sicherstes Verkehrsmittel.