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bdo: Busunternehmen durch die Krise helfen

Laut bdo machten Ausgaben für Diesel mittlerweile bis zu 30 Prozent der Produktionskosten aus (Symbolbild)
© Foto: A. Pulwey/McPHOTO/blickwinkel/picture alliance

Im Zuge des Energiekostendämpfungsprogramms müsse auch Busunternehmen geholfen werden, fordert der bdo und verweist auf die stark gestiegenen Dieselkosten.


Datum:
15.09.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
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Nachdem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) den ersten Rahmen zur Erweiterung des Energiekostendämpfungsprogramms bekannt gegeben hat, mit dem insbesondere der Mittelstand stärker gestützt werden soll, hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) gefordert, dass mittelständische Busunternehmen ebenfalls Hilfen erhalten müssen. Durch die Erweiterung des Energiekostendämpfungsprogramms sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus allen Wirtschaftssektoren, die von den steigenden Energiekosten stark betroffen sind, künftig leichter Zuschüsse erhalten können.

„Die Bundesregierung muss sich jetzt schnell dafür einsetzen, dass auch den Busunternehmen durch diese schwere Krise geholfen wird und mittelständischen Unternehmen nicht nur für Gas und Strom Hilfen gewährt werden. Auch für die gestiegenen Dieselkosten muss es eine Unterstützung geben“, sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard. „Nach mehr als zwei desaströsen Corona-Jahren bedeuten die dramatisch gestiegenen Dieselkosten eine gewaltige Herausforderung für den Busmittelstand, bei der sie von der Politik nicht alleine gelassen werden dürfen.“

Energiekosten können nicht im Markt weitergegeben werden

Bei Busmittelständlern machen die Ausgaben für Diesel laut bdo mittlerweile bis zu 30 Prozent der Produktionskosten aus. Vor Beginn der russischen Invasion seien es lediglich zehn bis 15 Prozent gewesen. Aufgrund der rasenden Inflation seien Kunden außerdem extrem zurückhaltend beim Buchen von Reisen, bei Tages- und Ausflugsfahrten oder beim Nutzen von Fernbussen für längere Reisen. Die gestiegenen Energiekosten können daher nicht im Markt weitergegeben werden. Dies gilt für Betriebe im ÖPNV sowie Mischbetriebe aufgrund sozial- und klimapolitisch festgelegter Tarife in noch größerem Maße.

Der Rettungsschirm für KMU dürfe daher nicht nur für ihre Erdgas- und Stromkosten aufgespannt werden – wie es beim Energiekostendämpfungsprogramm aktuell der Fall ist. Auch Diesel müsse bei den Hilfen berücksichtigt werden, fordert der bdo. Trotz aller Anstrengungen bei der Antriebswende seien bis auf wenige Ausnahmen alle Busunternehmen in hohem Maße auf das Tanken fossiler Brennstoffe angewiesen.

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