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Buskonzept: Ringbus im Oberallgäu bleibt bis Ende 2023

Der Ringbus im Oberallgäu bleibt auch nach Ablauf einer zweijährigen Testphase in Betrieb
© Foto: Alpsee-Grünten Tourismus GmbH/Dominik Berchtold

Im Oberallgäu wird das Mobilitätskonzept von Alpsee-Grünten-Tourismus gut angenommen, weshalb der Betrieb der Buslinie über eine Testphase hinaus verlängert wird. Auch der Einsatz eines Elektrobusses ist geplant.


Datum:
20.12.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
6 min
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Der sogenannte „Ringbus“ im Oberallgäu fährt mindestens bis Ende 2023 weiter. Bislang verkehrte der Bus im Rahmen einer zweijährigen Testphase, wobei der von Alpsee-Grünten-Tourismus (AGT) initiierte Busverkehr die Städte Sonthofen und Immenstadt mit den Gemeinden Rettenberg, Blaichach und Burgberg verbindet. Das dahinter stehende Mobilitätskonzept besteht dabei aus drei Bausteinen: Freie Fahrt für Übernachtungsgäste im vereinbarten Geltungsbereich (in allen Buslinien innerhalb der fünf Gemeinden mit Anschluss in den jeweiligen Nachbarort), der „Ringbus“ selbst (Linie 11) sowie das Bürgerticket Alpsee-Grünten (alle Buslinien innerhalb der fünf Gemeinden ohne Anschluss in die Nachbarorte).

Weil nach dem Start im Dezemner 2020 die Zahlen und Daten infolge von zwei Lockdowns nur eingeschränkt aussagekräftig waren, hat das Landratsamt Oberallgäu nun einer Verlängerung zugestimmt.

Neuer Konzessionsnehmer

„Seit Busfahren wieder uneingeschränkt möglich ist, hat die Resonanz deutlich zugenommen – von der ersten Fahrt bis November 2022 haben wir insgesamt mehr als 41.000 Fahrgäste gezählt. Besonders freut uns, dass der Ringbus nicht nur von Gästen, sondern ebenso von Bürgern genutzt wird. Somit ist das Mobilitätskonzept ein Erfolg für alle Menschen in der Gesellschaft“, sagte AGT-Geschäftsführerin Kathrin Dürr.

Ab Weihnachten gibt es zudem einen neuen Konzessionsnehmer, so die AGT. Der Wechsel resultiere aus der vorgegebenen Neuausschreibung. „Beim bisherigen Betreiber der Linie 11, der „Komm mit“ Morent bedanken wir uns für die hervorragende Zusammenarbeit an diesem Herzensprojekt“, so AGT-Geschäftsführerin Kathrin Dürr.

Solange die Fahrzeuge des jetzt verantwortlichen Busunternehmens Burkhard Reisen aus Lindenberg noch nicht mit der bekannten Ringbus-Werbung beklebt sind, sollen sich Fahrgäste an den optisch gekennzeichneten Haltestellen der Linie 11 orientieren, empfiehlt die AGT. Die Beklebung des Busses soll dann bis zum Frühjahr abgeschlossen sein. Ferner plant die AGT, ab Frühling 2023 erstmals einen Bus mit Elektroantrieb auf der Linie einzusetzen, um die CO2-Bilanz des Mobilitätskonzepts noch weiter zu verbessern.

Finanzierung aus Kurbeiträgen und kommunalen Mitteln

Derzeit fährt der Ringbus alle fünf Orte der AGT täglich zehn Mal so an. Weil der Bus aus zeitlichen Gründen nicht direkt durch Rettenberg fährt, haben die fünf AGT-Gemeinden zielgerichtet in die Linie 81 – die Hauptverbindung zwischen Immenstadt und Rettenberg – investiert und dabei insbesondere die Taktung zwischen Ringbus und Linie 81 erhöht.

„Dies macht sich vor allem an den Wochenenden und Feiertagen positiv bemerkbar. Insbesondere in Kombination mit dem Linienbus 81 hat der Ringbus die Verbindungsmöglichkeiten der Gemeinde Rettenberg nach Sonthofen deutlich verbessert. Zuvor gab es nur maximal drei Verbindungen am Tag – somit war Sonthofen per ÖPNV kaum erreichbar – vor allem dann, wenn man hin und zurück fahren wollte“, erklärte AGT-Geschäftsführer Benjamin Bichler.

Finanziert wird das Busangebot aus Kurbeiträgen sowie Mitteln der Kommunen und des Landkreises Oberallgäu. Gäste und Zweitwohnungsbesitzer die kurbeitragspflichtig sind fahren mit dem Ringbus gratis. Einheimische können eine Jahreskarte erwerben und mit dem Bürgerticket insgesamt 20 Buslinien (inklusive Stadtbus und Ringbus) innerhalb der Region Alpsee-Grünten nutzen.

Mehr als 10.000 Fahrten der seit der Einführung des Ringbusses registrierten 41.000 Fahrgäste gehen auf das Konto von Urlaubern mit Gästekarte. Weitere rund 14.000 Fahrten wurden zwischen Juni und August 2022 über das neun-Euro-Ticket getätigt. Ferner wurden etwa 8000 Einzelfahrscheine gelöst, circa 4000 Fahrten gehen auf das Konto des Bürgertickets Alpsee-Grünten.

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