Deutschlandticket: Verkehrsminister beschließen Preisindex

27.03.2026 11:45 Uhr | Lesezeit: 3 min
Flexibilität statt Komfort im ÖPNV
Das Deutschlandticket hat nach Branchenangaben derzeit rund 14 Millionen Nutzer
© Foto: GettyImages/simonkr

Auf der Verkehrsministerkonferenz in Lindau haben die Verkehrsminister einen Preisindex für das Deutschlandticket vom kommenden Jahr an beschlossen.

Wie hoch der Preis 2027 ist, soll spätestens Ende September feststehen, wie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, am Donnerstag, 26. März, in Lindau sagte. Er glaube, er könne Entwarnung geben, dass es keine Erhöhung um eine zweistellige Prozentzahl gebe. Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) sagte, der Preis werde attraktiv bleiben. Bernreiter sagte, der Preis werde nicht mehr politisch festgesetzt.

Kostenindex berücksichtigt Personal- und Energiekosten

Die Berechnung des Ticketpreises erfolgt künftig nach einer komplizierten Formel. Ein Kostenindex enthält Personal-, Energie- und allgemeine Kosten. Dazu kommt unter anderem ein Dämpfungsfaktor, der höhere Verkaufszahlen beim Ticket berücksichtigen soll. Möglich ist theoretisch, dass der Preis des Tickets zu einem Jahreswechsel unverändert bleibt. Zum Jahresbeginn stieg der Preis des Deutschlandtickets auf 63 Euro im Monat. Zuvor zahlten Nutzer für das bundesweit gültige Ticket im Nah- und Regionalverkehr 58 Euro im Monat. Zu Jahresbeginn 2025 war der Preis von zuvor 49 Euro angehoben worden.

Einnahmeausfälle bei Verkehrsunternehmen

Das Deutschlandticket gibt es seit Mai 2023. Das monatlich kündbare Abo hat nach Branchenangaben rund 14 Millionen Nutzer und ermöglicht bundesweit Fahrten im Regional- und Nahverkehr. Weil das Ticket günstiger ist als bisherige regionale Abos, kommt es zu Einnahmeausfällen bei Verkehrsunternehmen. Deswegen geben Bund und Länder pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro. Die Verkehrsminister hatten sich im September geeinigt, diese Finanzierung bis 2030 zu verstetigen.

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