Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bietet eine Standardlösung für den schrittweisen Einstieg in die elektronische Zukunft des Vertriebs. "Viele Verkehrsunternehmen und Verbünde stehen vor der Umsetzung von Projekten des elektronischen Fahrgeldmanagements nach dem vom VDV entwickelten Standard "VDV-Kernapplikation"", erläuterte Prof. Dr.-Ing. Adolf Müller-Hellmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands.
Die VDV-Kernapplikations GmbH & Co. KG habe als Dienstleister für Verkehsunternehmen, insbesondere aus den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg, die erste europaweite Ausschreibung von fast drei Millionen Chipkarten durchgeführt. Durch die Bündelung werde auch ein interessanter Preis erzielt, so Müller-Hellmann.
Auch die Berliner Verkehrsbetriebe, der Verkehrsverbund Oberelbe und der Rhein-Main-Verkehrsverbund werden in diesem Jahr Chipkarten nach VDV-Standard beschaffen. In Schwäbisch Hall wird im Frühjahr das erste kernapplikationskonforme Projekt starten. Ziel sei es, dass die Kunden mit einer Chipkarte aus einem anderen Verkehrsverbund dort ebenfalls am elektronischen Fahrgeldmanagement teilnehmen könnten. Diese Interoperabilität würde Zugangshemmnisse abbauen und mehr Kundenzufriedenheit schaffen.