Wie die Polizei mitteilte, befand sich der Bus am frühen Morgen gegen drei Uhr in Friedrichsfelde auf einer Überführungsfahrt in den Betriebshof. Als Rauch aus dem Motorraum aufstieg, brachte sich der Fahrer in Sicherheit. Er blieb unverletzt, Fahrgäste waren nicht an Bord. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer durch einen technischen Defekt ausgelöst. Der Bus hatte nach Angaben der BVG erst am 13. August die Hauptuntersuchung ohne jegliche Beanstandung passiert. Erst Mitte Juli war in Spandau ein Gelenkbus der Berliner Verkehrsbetriebe vollständig ausgebrannt, der Fahrer und 15 Fahrgäste konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Im März dieses Jahres traf es einen Linienbus in Lichterfelde. Wie bei jetzigen Brand war auch in diesen beiden Fällen das Feuer durch einen technischen Defekt im Motorraum ausgebrochen. Insgesamt brannten seit 2004 sechs Linienbusse. Als anfällig erwiesen sich dabei vor allem Fahrzeuge vom Typ Mercedes Citaro (Baujahr 2002). Wegen der wiederholten Brände plant die BVG, sämtliche Busse mit Brandmeldeanlagen auszustatten. Bislang verfügen erst 650 der 1300 Fahrzeuge über eine solche Anlage. Außerdem werden in zwei Bussen des Typs Citaro Löschanlagen erprobt. Die Tests sollen noch bis zum Jahresende weitergeführt werden, danach will die BVG über die Anschaffung einer Löschanlage für alle Busse entscheiden. (ah)
Erneut geht ein BVG-Bus in Flammen auf
In Berlin ist in der Nacht von Sonntag auf Montag erneut ein Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Brand geraten.