Die EU hat gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren wegen zu hoher Feinstaubwerte eingeleitet. Aus diesem Grund fordert der Verkehrsclub Deutschland e.V. VCD die Bundesregierung sowie die für die Luftqualität zuständigen Stellen auf, endlich wirkungsvolle Maßnahmen zur Verringerung des Feinstaubs durchzusetzen. Dazu gehöre die Ausweitung der Umweltzonen sowie der Einsatz von Partikelfiltern in Nutzfahrzeugen. Im letzten Jahr hätten elf Städte den seit 2005 geltenden Grenzwert für Feinstaub häufiger überschritten als erlaubt. Dies zeige, dass die bisherigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung nicht ausreichten. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter darf an maximal 35 Tagen überschritten werden. Monika Ganseforth vom VCD-Bundesvorstand: "Laut Weltgesundheitsorganisation verringert Feinstaub die Lebenserwartung von Menschen um elf Monate. Feinstaubpartikel können Entzündungen, Asthma und sogar Krebs auslösen. Um die Lebensqualität in Städten zu erhöhen, führt kein Weg an der Ausweitung von Umweltzonen vorbei. Wir brauchen mehr und größere Umweltzonen, und wir brauchen die Verschärfung der Zugangsbeschränkungen, so wie in Berlin, Hannover oder Köln. Das heißt, die Zufahrt darf ab 2010 bundesweit in allen Umweltzonen nur noch mit grüner Plakette erlaubt sein."
EU ermahnt Deutschland wegen Feinstaubwerten
VCD fordert Ausweitung der Umweltzonen und Partikelfilter für Nutzfahrzeuge.