Mehr als 120 Millionen Busreisende und 10,5 Milliarden Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen jährlich den Bus und entlasten so Autobahnen und Ballungszentren von zusätzlichem Individualverkehr. Busse verbrauchen pro Person im Vergleich zum Auto, zum Flugzeug und selbst zur Bahn die mit Abstand geringste Energie. Der Reisebus hat mit 1,4 Litern Diesel und 3,2 Kilogramm CO2 pro Person auf 100 Kilometern den geringsten Spritverbrauch und Abgasausstoß. Busse wirbeln kaum Staub auf. In Deutschland trägt der Verkehr nach Angaben des Umweltbundesamtes zu 27 % zur Feinstaub-Belastung bei. Auf das Konto des Omnibusses gehen davon gerade mal 3 %. Zudem ist der Reisebus sicher: Trotz des tragischen Busbrandes von Garbsen im vergangenen Jahr gibt es kein Verkehrsmittel mit einem geringeren Unfallrisiko als den Bus. Die niedersächsischen Busunternehmer werden diese Botschaft ab auf ihre Busse plakatieren, in Reisekataloge aufnehmen und auf Ausstellungen präsentieren. Damit verbunden ist die Forderung, dem Verkehrsmittel Bus sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit die gebührende Beachtung einzuräumen. Die Finanzierung des ÖPNV durch nachhaltige Ausgleichszahlungen in der Schülerbeförderung dient einer besseren Umweltbilanz. Bei Fernreisen könnte die Angleichung der Kerosin-Steuer dazu beitragen, die Verbraucher für eine umweltgerechte Alternative zum Flugzeug zu sensibilisieren. (js)
GVN startet Image-Kampagne für den Bus
Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) hat anlässlich der Mitgliederversammlung seiner Fachvereinigung Omnibus & Touristik den Startschuss zu einer Image-Kampagne für das umweltfreundliche und sichere Verkehrsmittel Bus gegeben. „Mit unserer Bus-Offensive wollen wir zum einen das Umweltbewusstsein der Öffentlichkeit schärfen. Zum anderen ist es uns wichtig zu verdeutlichen, dass die Förderung des Busses Ziel einer aktiven Umweltpolitik sein muss, an der man nicht vorbei kommt“, so GVN-Hauptgeschäftsführer Bernward Franzky.