Am 1. Oktober sind in dreizehn Städten des Ruhrgebiets Umweltzonen in Kraft getreten. Ihre Einrichtung ist aus Sicht von Hermann Josef Schulte, dem Inhaber der HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG, ein wichtiger Schritt, um die Feinstaubbelastung im Ruhrgebiet weiter zu senken. "Umweltzonen können jedoch nur dann die Luftqualität wirksam verbessern, wenn Städte und Kommunen auch die kommunalen Fahrzeuge in übergreifende Lösungsansätze einbeziehen. Dass in allen 13 Teilumweltzonen des Ruhrgebiets eine Reihe von Ausnahmeregelungen gelten, unter anderem für Busse des ÖPNV, ist aus Sicht von Schulte mehr als problematisch: "Es ist unverständlich, dass Bürger und Gewerbetreibende ihre Fahrzeuge nachrüsten müssen, Städte und Kommunen bei Bussen und anderen kommunalen Fahrzeugen aber noch immer Ausnahmegenehmigungen aussprechen und die verfügbaren Technologien nicht konsequent einsetzen". Dabei ist eine Nachrüstung der kommunalen Flotten mit modernen Rußpartikelfiltern finanzierbar und schnell umsetzbar. Außerdem würde dadurch das Vertrauen der Bürger in den ÖPNV als umweltfreundliches Verkehrsmittel gestärkt.
Beispiele, dass wirksame Lösungen für kommunale Nutzfahrzeuge möglich sind, gibt es zuhauf: So hat die Stadt Münster und Paderborn sowie die Verkehrsgesellschaft im Märkischen Kreis (MVG) ihre komplette Busflotte nachgerüstet. Und die Berliner Verkehrsbetriebe haben bereits lange vor Einführung der Umweltzone zum 1. Januar 2008 begonnen, ihre Busse zu modernisieren und die Belastung mit Rußpartikeln in der deutschen Hauptstadt zu minimieren. Mittlerweile fahren 19.000 und damit ein gutes Drittel aller Busse in deutschen Städten rußfrei - rund 90 Prozent davon dank dem Sintermetall-Filtersystem von HJS. Zusätzlich unterstützt HJS derzeit deutschlandweit Pilotprojekte, in denen Städte wie Hagen, Wiesbaden und Baden-Baden das wegweisende SCRT-System erfolgreich einsetzen. Die Technologie reduziert nicht nur Ruß- und Feinstpartikel bis zur Nachweisgrenze, sondern auch den Stickoxidausstoß um bis zu 90 Prozent.