Der neue Tankrabatt kommt inzwischen besser bei Verbrauchern an. Vor allem bei Benzin ist die Weitergabe des Steuernachlasses von knapp 17 Cent nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts inzwischen praktisch vollständig. Bei Diesel bleibe die Weitergabe dagegen unvollständig. Hier seien von den 17 Cent nur rund 14 Cent weitergereicht worden, sagte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft.
Damit wiederhole sich die Erfahrung des letzten Tankrabatts, sagte Neumeier. Im Mai und Juni blieb demnach die Weitergabe bei Diesel ebenfalls hinter den von der Regierung in Aussicht gestellten 17 Cent zurück.
Lücken in der Weitergabe
Neumeier weist auch darauf hin, dass es seit Beginn des Tankrabatts am 1. Oktober deutliche Lücken in der Weitergabe gibt. In der ersten Zeit waren diese noch etwas größer, auf die gesamte Dauer kommt er auf eine Weitergabe von 16 Cent bei E5 und je 14 bei Diesel und E10. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt für die Zeit vom 1. bis 21. Oktober auf noch niedrigere Weitergaben von je rund zwei Drittel. Bei Diesel könnte inzwischen auch die saisonale Nachfrage nach dem ähnlichen Heizöl eine Rolle spielen.
Vergleich Preise in Deutschland und Frankreich
Für seine Auswertung vergleicht das Ifo Benzinpreise aus Deutschland mit denen aus Frankreich, wo ein solcher Tankrabatt nicht eingeführt wurde. Die Experten nutzen dazu Daten der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts und des französischen Wirtschaftsministeriums. Die Referenzperiode erstreckt sich über die drei Wochen vor Einführung des Tankrabatts. Das DIW geht ähnlich vor, weicht in Details aber ab, was zu leichten Abweichungen der Ergebnisse führt.