Alternative Antriebe: Ljubljana setzt auf Batterie und Brennstoffzelle

27.10.2026 11:28 Uhr | Lesezeit: 3 min
Alternative Antriebe: Ljubljana setzt auf Batterie und Brennstoffzelle
In Ljubljana wurden 35 Busse der eCitaro-Familie in Betrieb genommen
©Foto: Daimler Truck

In Ljubljana werden bei der Umstellung der Busflotten Batterie- und Wasserstofftechnologie kombiniert, um Vorteile beider Technologien zu nutzen.

Innerhalb eines Jahres hat das städtische Verkehrsunternehmen Ljubljanski Potniški Promet (LPP) insgesamt 35 Busse der Marke Mercedes-Benz in Betrieb genommen. Die Flotte umfasst 25 batterieelektrische Mercedes-Benz eCitaro sowie zehn Mercedes-Benz eCitaro G fuel cell. LPP will damit die Vorteile beider Antriebssysteme kombinieren. „Im vergangenen Jahr haben wir eine lokal CO2-freie Flotte aufgebaut, die sowohl auf batterieelektrischer als auch auf Wasserstoff-Technologie basiert. Gemeinsam schaffen sie die Grundlage für einen zuverlässigen und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr“, sagte Rok Vihar, CEO von LPP.

Unterschiedliche Anforderungen innerhalb des Liniennetzes

Die batterieelektrischen Mercedes-Benz eCitaro eignen sich insbesondere für Stadtlinien mit planbaren Umläufen und regelmäßigen Lademöglichkeiten. Die Mercedes-Benz eCitaro G fuel cell ergänzen die Flotte auf Strecken mit höheren Reichweitenanforderungen und zusätzlichem Bedarf an betrieblicher Flexibilität.
Mit diesem Ansatz wolle LPP „unterschiedliche Anforderungen innerhalb seines Liniennetzes optimal bedienen und gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherstellen“, so Daimler Buses. Die Investition stelle das „größte Flottenmodernisierungsprojekt in der Geschichte des ÖPNV-Betreibers dar“.

Aufbau der der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur

Parallel zur Flottenerneuerung baute LPP die erforderliche Lade- und Wasserstoffinfrastruktur auf und entwickelte die Betriebsabläufe für den Einsatz der neuen Antriebstechnologien weiter. Damit verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz, der Fahrzeuge, Infrastruktur und operative Prozesse miteinander verbindet. Das Projekt unterstützt zugleich die Teilnahme Ljubljanas an der europäischen Initiative „100 Climate-Neutral and Smart Cities“, die das Ziel verfolgt, Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität zu begleiten.

Zusammenspiel von Fahrzeugtechnologie und Infrastruktur

„Der Wandel zu lokal CO2-freier Mobilität ist heute weit mehr als eine reine Fahrzeugfrage. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Fahrzeugtechnologie, Infrastruktur und betrieblichem Know-how. LPP zeigt eindrucksvoll, wie diese Elemente erfolgreich zusammenwirken können, um einen effizienten und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr zu schaffen“, sagte Rasto Oderlap, CEO von Autocommerce, Generalvertriebspartner von Mercedes-Benz Bussen in Slowenien. 

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