Wilhelm Georg Hanss, Vorsitzender der LVB-Geschäftsführung: "Wir begrüßen die Entscheidung der Leipziger Stadtverwaltung, mittels einer Betrauung der LVB langfristig Rechtssicherheit für die Stadt, die LVV und die LVB zu schaffen." Aus LVB-Sicht sei dabei besonders zu betonen, dass das Konzept der Stadt nicht nur die nötige Planungssicherheit für die LVB gewährleiste, sondern auch die Tätigkeit der LVB sowohl außerhalb der Stadtgrenzen, insbesondere in den umliegenden Landkreisen, als auch hinsichtlich des neuen S-Bahn-Netzes rechtssicher ermögliche. Damit sei auch in Zukunft ein kundenorientierter Nahverkehr im gesamten Großraum Leipzig sichergestellt. Eine in Medienberichten erwähnte Gefährdung der Umlandverkehre werde gerade durch diese Form der Betrauung ausgeschlossen. Die geäußerten Bedenken bezogen sich auf einen veralteten Zwischenstand der Erarbeitung des Konzeptes, der mittlerweile gegenstandslos geworden sei. "Die im Konzept der Stadt enthaltene weitere Reduzierung der Ausgleichszahlungen auf 45 Millionen Euro ist für uns eine große Herausforderung", so Hanss. "Auf die LVB-Gruppe werden damit intensive Anstrengungen zukommen, um insbesondere im Investitionsbereich die Qualität des Nahverkehrs in Leipzig zu erhalten und weiter zu verbessern. Die jüngst durch die Stadt Leipzig vorgestellte Erhebung über die Verteilung des Verkehrs in Leipzig, bei der eine erheblich stärkere Nutzung des ÖPNV in der Stadt festgestellt wurde, ermutigt uns, im Interesse unserer jetzigen und künftigen Kundinnen und Kunden diese Herausforderungen anzunehmen.“
Leipzig will LVB langfristig mit Nahverkehr betrauen
"Konzept zur Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Stadt Leipzig und Betrauung der LVB" – so heißt ein Papier, das die Stadtverwaltung jetzt den Stadträten zur Entscheidung vorgelegt hat. Das Papier sieht vor, die LVB bis Ende 2028 mit dem Bus- und Straßenbahnverkehr in Leipzig zu betrauen.