Alles sollte besser werden für die Busnutzer im Rheingau-Taunus-Kreis, nachdem die Omnibus-Rhein-Nahe (ORN) bei einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für 33 Linien erhalten hatte. Das Gegenteil geschah: Ortsfremde Busfahrer ließen sich von Fahrgästen lotsen, Schüler kamen zu spät zum Unterricht, einen ganzen Ortsteil vergaß man komplett anzufahren und die Fahrer waren der deutschen Sprache ebenso wenig mächtig wie den eigenen Tarife, berichtet die Frankfurter Rundschau über die ersten Wochen nach Einführung des neuen Fahrplans am 8. Juli. Inzwischen sei es zwar besser geworden, erklärt Alfred Strauß, Referent von Burkhard Albers, Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV). Doch zufrieden sei man mit der Bahn-Tochter ORN noch nicht. Bereits am 6. September hatte man der ORN eine Abmahnung geschickt, nun werden weitere Konsequenzen diskutiert. Fünf Monate hatte das Busunternehmen Zeit, um 50 neue Busfahrer einzustellen und auszubilden, Subunternehmer zu suchen und die Leitstelle in Wiesbaden einzurichten. „Eine längere Vorlaufzeit wäre wünschenswert gewesen“, erklärt ORN-Geschäftsführer Hans-Egon Link. Die Probleme seien aber inzwischen behoben und die Fahrer nachgeschult.
Nahverkehrs-Chaos im Rheingau-Taunus-Kreis
Große Unzufriedenheit nach europaweiter Ausschreibung