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NWO & Inflationsausgleichsprämie: "3.000 Euro für 2023 sind untragbar"

Fahrermangel auf der einen, Inflationsausgleich auf der anderen Seite. Was einer wert ist, muss ein anderer auch bezahlen können. Die Zeichen scheinen also einmal mehr auf Sturm zu stehen.
© Foto: iStock/ollo

Am kommenden Dienstag, dem 20. Dezember, verhandeln der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) und die Gewerkschaft ver.di über die Inflationsausgleichsprämie.


Datum:
14.12.2022
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit:
3 min
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Die Gewerkschaft hat bereits die Maximalforderung von 3.000 Euro je Vollzeitmitarbeiter ins Spiel gebracht. Nach Vorstellung von ver.di soll der geforderte Betrag im Jahr 2023 quartalsweise zu je 750 Euro ausgezahlt werden.

Die Forderung findet Christian Gladasch völlig überzogen. „Keinesfalls werden wird das akzeptieren“, so der NWO-Geschäftsführer. „Die Forderung weckt komplett falsche Erwartungen. Gleichwohl werden die privaten Omnibusunternehmen in NRW ihren Beitrag leisten, um für Entlastungen zu sorgen“.

Hintergrund: Arbeitgebern ist es seit Anfang Oktober 2022 gesetzlich erlaubt, sogenannte Inflationsausgleichs-Sonderzahlungen zu leisten. Diese sind bis zu einem Gesamtbetrag von 3.000 Euro steuer- und abgabefrei. Geleistet werden können sie bis zum 31. Dezember 2024. Die Prämie kann allerdings nur zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden und dient allein dem Ausgleich gestiegener Lebenshaltungskosten.

„Die 3.000 Euro entsprächen einer Tariferhöhung von neun Prozent und wären als Zusatzbelastung für die privaten Omnibusunternehmen unmöglich zu stemmen“, betont Gladasch. Corona sei nicht vorbei, die Folgen der Einschränkungen der vergangenen fast drei Jahre immer noch spürbar. Besonders belastend wirken sich nach Gladaschs Ansicht zudem die extremen Preissteigerungen der vergangenen Monate aus. Diesel, Strom und Gas sowie Preise für Ersatzteile, aber auch die Supermarktpreise sind erheblich gestiegen. „Den Kostendruck bekommen selbstverständlich auch die Beschäftigten zu spüren. Doch viel Spielraum haben die Unternehmen nicht.“ Außerdem steigen bereits zum 1. April die Löhne, Gehälter und Azubi-Vergütungen um 4,8 Prozent, so wie es der bis Ende 2023 geltende Tarifvertrag vorsieht.  Daher sei eine Zahlung in Höhe von 3.000 Euro untragbar und wirtschaftlich nicht darstellbar.

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