Elektromobilität: Daimler baut Ladesäulen am ZOB München

12.02.2026 14:05 Uhr | Lesezeit: 3 min
ZOB_Muenchen_Fernbusse
Insgesamt sind am ZOB München vier Ladesäulen vorgesehen, zwei davon sollen im Laufe des Jahres 2026 realisiert werden
© Foto: Daimler Truck

Aus Sicht von Daimler Buses läuft der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für E-Busse zu langsam, deshalb will man mit dem Bau von Ladesäulen am ZOB München einen Impuls setzen.

Daimler Buses baut am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München bis Ende 2026 vier öffentliche Ladesäulen. Daimler Buses hat dafür mit dem Real-Asset- und Investment-Manager Wealthcap, als Eigentümervertreterin des ZOB in München, einen Vertrag geschlossen. Daimler Buses will mit dem Aufbau eigener Ladesäulen dazu beitragen, die öffentliche Ladeinfrastruktur für seinen ersten elektrischen Überlandbus, den Mercedes-Benz eIntouro, weiter zu verbessern. Das Fahrzeug eignet sich neben Verbindungen zwischen Stadt und Land auch für kleinere Reisen.

Ladepunkte an stark frequentierten touristischen Standorten

Der Bau der Ladesäulen am ZOB München erfolgt über Daimler Buses Solutions, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Daimler Buses. Daimler Buses hatte bereits im Oktober 2025 erste öffentliche E-Bus-Ladesäulen im Rahmen eines Pilotprojekts mit der Stadt Köln angekündigt. Ziel sei es, weitere Ladepunkte an stark frequentierten touristischen Standorten in Europa aufzubauen, gab Daimler Buses die Richtung vor. „E-Busse können am ZOB München genau dort laden, wo sie ohnehin halten. Der Fahrplan bleibt unverändert, die Ladezeit integriert sich nahtlos in die reguläre Standzeit. Das macht den Einsatz vollelektrischer Busse im Fern- und Überlandverkehr wesentlich einfacher“, sagte Steffen Germ, CEO von Daimler Buses Solutions.

Inbetriebnahme der Ladesäulen noch 2026

Insgesamt sind vier Ladesäulen vorgesehen, zwei davon sollen im Laufe des Jahres 2026 realisiert werden. Die Bauarbeiten im zweiten Quartal 2026 umfassen Tiefbauarbeiten, die Verlegung von Starkstromkabeln, die Installation des Transformators sowie das Setzen der Ladesäulenfundamente. Die Inbetriebnahme soll noch 2026 erfolgen. Daimler Buses Solutions arbeitet bei den Baumaßnahmen eng mit erfahrenen Unternehmen zusammen. Das Tochterunternehmen finanziert die Ladesäulen sowie den Betrieb selbst. Die Refinanzierung erfolgt über den Verkauf des Stroms. Nach der Inbetriebnahme übernimmt Daimler Buses Solutions mit einem eigenen Serviceteam die Wartung und den technischen Betrieb.

Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur geschieht nur langsam

Aus Sicht von Daimler Buses dauert der Aufbau der notwendigen öffentlichen Ladeinfrastruktur zu lange. Die eigenen Ladesäulen sollen daher einen wichtigen Impuls geben. Die geplanten Ladesäulen am ZOB München bieten eine Leistung von bis zu 600 kW und ermöglichen damit schnelles Laden. Busunternehmen sollen hier ihre E-Busse markenunabhängig mit grünem Strom aufladen können. Die notwendigen Standzeiten der Busse am Busbahnhof – zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste, Ticketkontrolle oder Gepäckhandling – können künftig gleichzeitig zum Nachladen der Batterien genutzt werden. Damit entfallen für Busunternehmen zusätzliche Ladepausen oder Umwege.

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