Oberpfalz: Busförderung und Rufbus-Angebote

12.01.2026 13:34 Uhr | Lesezeit: 3 min
Schild_Bushaltestelle
Die Oberpfalz förderte den Neu- und Ausbau von Bushaltestellen sowie die Anschaffung neuer Busse (Symbolbild)
© Foto: Thomas Burgert

Die Bezirksregierung der Oberpfalz hat im Jahr 2025 den ÖPNV in der Oberpfalz mit Mitteln in Höhe von insgesamt 71,9 Millionen Euro gefördert.

Das Geld ging an Landkreise, kreisfreie Städte, Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünde. Vor allem Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur wurden laut Bezirksregierung gefördert, etwa der Neu- und Ausbau von Bushaltestellen sowie die Anschaffung neuer Busse. Weitere Fördermittel flossen in ein besseres Verkehrsangebot im ländlichen Raum sowie in die Weiterentwicklung von Verkehrsverbünden. Außerdem wurden vergünstigte Fahrkarten finanziert.

„Dieselbusse sind nicht förderfähig“

Im Bereich der Busförderung wurden private und öffentliche Busunternehmen bei der Beschaffung von insgesamt 105 Bussen mit 12,4 Millionen Euro unterstützt. Bei den geförderten Bussen handele es sich „ausschließlich um Fahrzeuge mit emissionsarmem bzw. emissionsfreiem Antrieb“ so die Bezirksregierung der Oberpfalz, die in diesem Zusammenhang betonte: „Dieselbusse sind nicht förderfähig.“ Für den Bau, Ausbau und die Errichtung von ÖPNV-Infrastrukturmaßnahmen wurden 2,4 Millionen Euro ausgezahlt. Gefördert wurden unter anderem zentrale Busbahnhöfe und Haltestelleneinrichtungen und Omnibusbetriebshöfe.

Förderung von Rufbus-Systemen

Mit 3,0 Millionen Euro förderte die Regierung der Oberpfalz im Rahmen des Förderprogramms „Ergänzender Nahverkehrsangebote zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum mit bedarfsorientierten Bedienformen des allgemeinen ÖPNV“ mehrere von den Landkreisen und kreisfreien Städten finanzierte Rufbus-Systeme, die den vorhandenen regulären Linienbusverkehr in ländlichen Regionen auch zu ungünstigen Zeiten sinnvoll ergänzen sollen.

Ausgleich für das Deutschlandticket

Für den Ausgleich von Einnahmeverlusten durch vergünstigte Zeitfahrausweise im Ausbildungsverkehr wurden rund 15,0 Millionen Euro an private und kommunale Verkehrsunternehmen ausgereicht. Für das 365-Euro-Ticket, das in Verkehrsverbünden von Schülern und Auszubildenden genutzt werden kann, wurden 3,5 Millionen Euro zum Ausgleich der Preisdifferenz bereitgestellt. Darüber hinaus erhielten Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen 26,7 Millionen Euro zur Abgeltung der Preisdifferenz zwischen dem Deutschlandticket und den bisherigen Tarifen. Dies gilt ebenso für das Bayerische Ermäßigungsticket.

ÖPNV-Zuweisungen an Aufgabenträger

Die Regierung der Oberpfalz bewilligte nach eigenen Angaben zudem etwa 7,2 Millionen Euro den Oberpfälzer Landkreisen und kreisfreien Städten als sogenannte ÖPNV-Zuweisungen. Diese Zuweisungen werden von den Landkreisen und kreisfreien Städten, die in ihren Gebieten originär für den ÖPNV zuständig sind, nach eigenem Ermessen zur Verbesserung des ÖPNV verwendet.

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