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On-Demand-Verkehre: wupsi GmbH startet "efi" in Leverkusen

efi dient nur als Ergänzung des vorhandenen ÖPNV. Entspricht eine vom Fahrgast gewünschte Fahrt der Route eines regulären Linienbusses, zeigt die App die klassischen Linienbusse als Verkehrsmittel an.
© Foto: CeverShuttle

Wenn den ÖPNV eine echte Alternative zum Individualverkehr werden will, muss er was? Genau: individueller werden. Doch wie soll das gehen, wenn mehr Menschen grundsätzlich eher in große und noch größere „Autos“ passen – 18 Meter, Gelenk, Doppelstock … ? Ganz einfach, sagt sich das Leverkusener Verkehrsunternehmen wupsi GmbH und startet am 12. Dezember seinen neuen On-Demand-Verkehr efi mit ganz kleinen Straßenkreuzern.


Datum:
23.11.2022
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit:
7 min
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efi ist in den Leverkusener Stadtteilen Opladen, Quettingen, Lützenkirchen und dem ländlichen Bereich von Steinbüchel unterwegs, dazu kompletten Gemeindegebiet von Odenthal im Rheinisch-Bergischen-Kreis. Das Besondere dabei: efi folgt weder einem festen Fahrplan noch einer festen Fahrtroute. Fast wie ein Stadtteil-Taxi oder Car-Sharing-Angebot-mit-Chauffeur. efis Umsetzung erfolgt durch den Betreiber CleverShuttle, die On-Demand-Software stammt von ioki.

Die Fahrgäste können sich künftig von den On-Demand-Shuttles an virtuellen Haltestellen abholen und absetzen lassen. Die Haltepunkte sind so angelegt, dass sie mit maximal 250 Meter Fußweg zu erreichen sind. Bis zu sechs Fahrgäste mit ähnlichem Ziel können sich ein Fahrzeug teilen. efi fährt wochentags von 6 bis 21 Uhr und am Wochenende von 9 bis 21 Uhr. Die Buchung erfolgt per wupsiApp oder telefonisch.

efis „Bus-Winzlinge“ sind „London-Taxis“

efi setzt auf Fahrzeuge vom Typ „London-Taxi“. Sie werden elektrisch betrieben und sind barrierefrei. Alle Sitze verfügen über USB-Ladebuchsen. Für die Nutzung gilt der VRS-Tarif, das bedeutet, dass Abonnenten den Shuttle-Dienst ohne zusätzliche Kosten oder Aufpreis nutzen können. Der On-Demand-Verkehr dient jedoch „nur“ als Ergänzung des ÖPNV. Entspricht eine vom Fahrgast gewünschte Fahrt der Route eines regulären Linienbusses, zeigt die App die klassischen Linienbusse als Verkehrsmittel an.

Insgesamt wertet der neue On-Demand-Verkehr das wupsi-Potpourri in Sachen „ÖPNV individuell“ gehörig auf. „Im Zusammenspiel mit unseren anderen Angeboten, dem klassischen ÖPNV, dem wupsiRad und unserem Carsharing wupsiCar, entsteht ein Netz von Möglichkeiten, dass die Mobilität in der Region verändern kann“, meint Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi GmbH. Und Georg Königsmann, General Manager bei CleverShuttle, ergänzt: „Um mehr Menschen für den Umstieg in den ÖPNV zu begeistern, braucht es neue Angebote wie efi. Wir freuen uns, als Betreiber dazu beizutragen, dass Leverkusen nun noch mehr Mobilität anbieten kann.“

CleverShuttle bringt die efi-E-Fahrzeuge in den Bediengebieten auf die Straße und organisiert den täglichen Betrieb. Das Unternehmen liefert alle Leistungen für einen effizienten Verkehr aus einer Hand, vom Management der Fahrzeuge bis hin zur digital gesteuerten Disposition. Die Schichten plant das Unternehmen mit Hilfe von Algorithmen und stimmt sie auf die Nachfrage ab. Auch das Fahrpersonal ist bei CleverShuttle angestellt. Neben Bussi in Essen und Stadtbussi in Dormagen ist efi der dritte On-Demand-Verkehr, den CleverShuttle in Nordrhein-Westfalen betreibt.

Die Deutsche Bahn ist auch an Bord

Das DB-Technologieunternehmen ioki hat die On-Demand-Software für die Fahrgast-App und die Fahrzeug-App von efi entwickelt. Das intelligente Buchungssystem ermöglicht eine individuelle und flexible Routenplanung nach den Wünschen der Fahrgäste und bildet bedarfsgerechte Fahrgemeinschaften. Im Dezember 2021 hatte die wupsi GmbH eine Förderung in Höhe von ca. 9,5 Millionen Euro zur Umsetzung ihres innovativen Mobilitätsprojekts „Multimodale Mobilität in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erhalten. Das Förderprogramm des BMDV unterstützt Projekte, die durch ein attraktives Mobilitätsangebot nachhaltig die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich reduzieren. Mehr als 160 Projekte hatten sich bundesweit auf die Fördermittel beworben, das Projekt der wupsi wurde als eines von 12 Projekten vom BMDV ausgewählt. Neben der Einführung der On-Demand-Verkehre sollen aus den Fördergeldern bis zum Jahr 2024 auch eine Verdichtung des Schnellbus-Netzes und ein Ausbau der wupsiApp finanziert werden.

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