Im Rahmen der Jahrestagung des Verbandes Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. (WBO) äußerte sich die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu den mittelfristigen Perspektiven für den Einsatz von Bussen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und im Reiseverkehr. Dem Öffentlichen Personennahverkehr komme hierbei eine zentrale Rolle zu. "Bei allen Möglichkeiten zum Benzinsparen beim Autofahren bleibt der Umstieg in Bus oder Bahn doch eine besonders effiziente Alternative," so Roth. Die ausreichende Förderung eines leistungsfähigen ÖPNV durch die dafür zuständigen Bundesländer und die von ihnen bestimmten Aufgabenträger hat dafür eine große Bedeutung. Auch der Bund leiste vor allem über Zahlungen nach dem Regionalisierungsgesetz an die Länder einen wesentlichen Beitrag. Am 8.11.2007 habe der Bundestag die Fortschreibung der Zahlungen beschlossen, die von rund 6,7 Mrd. Euro (2008) auf rund 7,3 Mrd. Euro (2014) ansteigen sollen. "Nun hat es am 30.11.2007 der Bundesrat in der Hand, ob ein kurzfristiges Inkrafttreten möglich wird.", erklärte Roth. Auch die Perspektiven für den Busreiseverkehr sehe die Bundesregierung optimistisch. Die demographische Entwicklung begünstige die Nachfrage im Segment älterer Fahrgäste, für die eine umfassende Reiseorganisation, eine gute Betreuung, aber auch eine sichere Beförderung und das gemeinsame Erleben einen hohen Stellenwert hätten. Die durch den Einsatz des Reisebusses flexible Reisegestaltung und der im Verhältnis zu anderen Verkehrsmitteln sehr niedrige Kraftstoffverbrauch ließen auch mittelfristig gerade im Segment älterer Fahrgäste ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis erwarten. Leistungswillige und leistungsfähige private Busunternehmen könnten die im ÖPNV und im Reisebusverkehr vorhandenen Chancen am Markt in betrieblichen Erfolg umsetzen. "Die Chancen sind gut," so formulierte Roth zusammenfassend, "dass der WBO auch im Jahre 2020 eine gelungene Jahrestagung veranstalten kann, wird durch ein erfolgreiches Engagement seiner Mitgliedsunternehmen im ÖPNV und im Reisebusverkehr garantiert."
Roth: Klimaschutz bringt wichtige Impulse für den Bus
Nicht nur der Klimaschutz erfordere ein Verkehrssystem, das effizienter mit den knappen Energiereserven umgehe. Auch aus sozialen Gründen müsse bei steigenden Ölpreisen Mobilität bezahlbar bleiben. "Das ist für mich eine Frage von gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit," stellte Karin Roth fest.