Am Mittwoch gingen bei einem Bus des Moerser Unternehmens „Divan Reisen“ auf der Römerstraße gleichzeitig beide Räder der hinteren Zwillingsbereifung verloren. Im Bus saßen 25 Schulkinder. Einer der losgelösten Reifen rollte mehr als 100 Meter über die Straße, durchbrach eine Mauer und beschädigte einen dahinter stehenden Pkw. Divan-Inhaber Ibrahim Ugur: „Der abgebrühten Reaktion unseres erfahrenen Fahrers ist es zu verdanken, dass niemand bei dem Unfall verletzt wurde.“ Nur einen Tag später: Ein Linienbus von „Der Homberger“ verliert auf dem Meidericher Busbahnhof ein Rad während der Fahrt. Niemand wird verletzt, die Gäste stiegen in einen Ersatzbus um. „Wir werden wie im Fall des Schulbusses ermitteln, ob manipuliert wurde oder ob ein Versäumniss des Halters ursächlich für den Unfall war“, erklärte Polizeisprecher Hermann-Josef Helmich. Die Busse von „Divan-Reisen“ und „Der Homberger“ stehen auf dem gleichen Gelände an der Baumstraße in Duisburg. Bereits vor zehn Tagen sind Willi Schmitz, Inhaber von „Der Homberger", „Unregelmäßigkeiten“ an einem Reifen seiner Busse aufgefallen. „Daraufhin haben wir alle Schrauben nachgezogen.“ Für beide Unternehmensinhaber steht fest, dass Manipulationen ursächlich für beide Vorfälle sind. Sie stellten Strafanzeige gegen Unbekannt. „Ich betreibe dieses Geschäft schon seit 30 Jahren. An so viele Zufälle glaube ich nicht“, sagte Schmitz der Rheinischen Post. (ah)
Sabotageverdacht bei Duisburger Bussen
Innerhalb von nur kurzer Zeit haben in Duisburg gleich zwei Busse Reifen verloren.