Anfang des Jahres erging der Auftrag an die BSL Management Consultants GmbH & Co. KG, ein Kurzgutachten zur Organisation des ÖPNV in Schleswig-Holstein zu erarbeiten. Hintergrund waren unter anderem die Änderungen des Rechtsrahmens (EU-VO 1370/2007) und die von einigen angestrebte Ausweitung des HVV.
Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass das Gesamtsystem ÖPNV in Schleswig-Holstein auf Basis des Status Quo dringend weiter entwickelt werden müsse. Eine Ausweitung des HVV lehnte der Gutachter ab. Kritisch analysierte er
- Eine hohe Heterogenität der Organisation des ÖPNV in Schleswig-Holstein
- Die nicht eindeutige Verantwortlichkeit für die Angebotsabstimmung und die Kommunikation
- Die ungenügende Datenverfügbarkeit bei den Aufgabenträgern
- Eine intransparente und ohne Anreize gestaltete Finanzierungsstruktur.
Die LVS soll zu einer Aufgabenträgergesellschaft und die NSH zu einer Gesellschaft der Verkehrsunternehmen weiterentwickelt werden, so der Gutachter.
Das Land möchte zusammen mit allen am Nahverkehr Beteiligten Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Verbesserung der Organisation des öffentlichen Verkehrs im Land zu kommen. Jeder solle die Aufgaben erledigen, die er am besten könne, so das im Nahverkehr angestrebte „Partnerschaftsmodell Schleswig-Holstein“.
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