"Jedes Jahr veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Zahlen zum Unfallgeschehen in Deutschland und vergleicht die Risiken einzelner Verkehrsmittel miteinander. An den wesentlichen Fakten hat sich über Jahrzehnte nichts verändert: Busse und Schulbusse sind die sichersten Verkehrsmittel und der Trend zeigt, dass die Unfallzahlen dieser Verkehrsmittel von Jahr zu Jahr abnehmen", erklärt der bdo nach den Ergebnissen des ADAC-Schulbustests. Die Schwachstellen zeige der Test bei Schulbussen zweifelsfrei auf. Es sei das Verhalten der Schüler an Haltestellen und im Bus selbst, was in der Praxis öfter zu Problemen führen kann. Der Einsatz notwendiger Begleit- und Ordnungskräfte, der erhebliche Verbesserungen bringen würde, scheitere bisher in der Regel daran, dass die öffentlichen Aufgabenträger nicht bereit seien, Finanzmittel bereit zu stellen. Für die vom ADAC festgestellten teilweise überfüllten Schulbusse gebe es laut bdo zwei Hauptursachen. Einerseits könne es zu kurzfristigen Unterrichtsausfällen kommen, die dem Busunternehmen nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden. Um ihnen lange Wartezeiten zu ersparen, werden die Schüler dann außerplanmäßig mitgenommen. Andererseits würden von der öffentlichen Hand oft keine ausreichenden Kapazitäten bestellt. Der bdo fordert daher seit langem mehr Schulbusse, mit ausreichend Sitzplatzkapazitäten. Vor allem bedürfe es aber einer auskömmlichen Finanzierung durch die Kommunen. Hier bestehe der größte Handlungsbedarf, wie allein der Freistaat Bayern zeige. Dort wurden die öffentlichen Finanzhilfen für den Ausbildungsverkehr sowie für den öffentlichen Linienverkehr mit Omnibussen in Bayern von 2003 bis heute nahezu halbiert.
Schulbus: Sicherer geht nicht
bdo: ADAC-Test untermauert Forderungen der deutschen Busbranche.