Voraussichtlich ab Ende 2027 werden auch Landkreise in Nordthüringen in den Verbundtarif aufgenommen, erklärte VMT-Geschäftsführer Sascha Georgy. Die Landkreise Sömmerda, Nordhausen, die Stadt Nordhausen und der Kyffhäuserkreis werden beitreten. Im Unstrut-Hainich-Kreis steht ein Beschluss noch aus. Es geht um insgesamt 125 Bus- und Straßenbahnlinien sowie 14 Zugverbindungen, für die dann der Verbundtarif gilt. Vorangegangen war eine jahrelange Prüfung in den Regionen.
Weitere Landkreise könnten dem VMT beitreten
Zusätzlich haben die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen und die Stadt Suhl eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Auch im Wartburgkreis und in Sonneberg gibt es Georgy zufolge Überlegungen. Der Ilm-Kreis hingegen wolle bislang nicht über einen möglichen Beitritt sprechen. Laut Georgy sollen Fahrgäste in den Regionen unter anderem durch besser abgestimmte Fahrpläne und Tickets, die über Landkreisgrenzen hinaus gelten, profitieren. Außerdem gibt es eine gemeinsame Verbund-App und eine App, mit der man sich bei Fahrtantritt ein- und nach der Fahrt auschecken kann.
Deutschlandticket spielt eine große Rolle bei Abos
Auf die Ticketpreise solle sich die Erweiterung nicht direkt auswirken. In Nordthüringen werde die gleiche Preisstruktur gelten wie im restlichen Verbundgebiet. „Und ab einer bestimmten verbundweiten Nutzungsstufe kann man dann einfach einen viel größeren Raum erfahren zum selben Preis“, so Georgy. Rund 60 bis 80 Prozent der verbundweit über 150.000 Abos seien Deutschlandtickets, sagte Georgy weiter. Das liege vor allem daran, dass das Deutschlandticket etwas billiger sei als ein VMT-Abo. Es gebe aber auch Nutzer, die lieber auf das Abo setzen – etwa weil man kostenlos Kinder oder Enkel mitnehmen kann.