„Die neuen Fernbuslinien sind nur etwas für preissensible Kunden und garantiert keine Alternative zum PKW“, so Prof. Dr. Orhan Kocagöz von der FOM Hochschule in Nürnberg, der die Umfrage zusammen mit dem FOM KompetenzCentrum für Empirie und Statistik (KCS) durchführte. Gegen den Bus und für den Pkw sprächen laut Umfrage Komfort (22,5 Prozent), Schnelligkeit (22,2 Prozent) und Flexibilität (19,3 Prozent). Der Preis spielt eine untergeordnete Rolle. Nur rund zehn Prozent der Befragten geben an, dass der Preis für sie ein wichtiges Kriterium sei. Bei einer überraschend am nächsten Tag anstehenden Fahrt über 500 Kilometer würden sich 40 Prozent für Bahn oder Flugzeug entscheiden, auf den Reisebus entfallen nur 14 Prozent.
Mehr Auswirkung haben die neuen Angebote im Fernbusmarkt nach Meinung von Prof. Kocagöz auf die Mitfahrzentralen. „Es wird einige Preisbewusste geben, die den unbekannten Pkw-Fahrer gegen den Reisebus eintauschen“, so der Professor für Entrepreneurship und Corporate Management. Obwohl es schon einige Fernbusangebote in der Großstädten gebe, sei die Option allerdings noch nicht in den Köpfen der Menschen angekommen. (akp)
Umfrage: Verhaltene Resonanz auf Fernbusse
Laut einer Umfrage zieht etwa ein Fünftel der Befragten eine Fahrt mit einem innerdeutschen Fernbus zwar in Erwägung, aber nur vier Prozent geben an, dass sie auch tatsächlich mit dem Bus fahren würden.