„Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat leider die Bedeutung des Öffentlichen Personennahverkehrs für den Klimaschutz noch nicht voll erkannt“, kommentiert VDV-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Adolf Müller-Hellmann die Regierungserklärung des Bundesumweltministers. Gabriel habe sich ausschließlich mit Autos und dem Fernverkehr befasst, den Nahverkehr jedoch vollständig ausgeblendet. „27 Millionen Fahrgäste nutzen täglich Busse und Bahnen. Damit vermeiden sie jeden Tag 18 Millionen Autofahrten und sparen so über 50 Prozent Kohlendioxid im Vergleich zum Pkw ein“, so Müller-Hellmann. „Es ist schade, dass der Bundesumweltminister bei seiner wichtigen Initiative diese Leistung von 27 Millionen Bürgern nicht anerkannt hat.“ Gerade im Berufsverkehr leisteten Busse und Bahnen aktiven Klimaschutz: „In der Verkehrsspitze beträgt die CO2-Emission eines Linienbusses pro Fahrgast und 100 km weniger als zehn Prozent der vergleichbaren Pkw-Emission“, erklärt Müller-Hellmann. „Jeder, der in der Rushhour anstelle eines Autos den Linienbus nimmt, vermeidet mehr als 90 Prozent CO2.“ Doch statt den Öffentlichen Personnahverkehr zu fördern, würden die Finanzmittel seit Jahren ständig gekürzt. Gerade im letzten Jahr seien die Regionalisierungsmittel des Bundes um 3,3 Milliarden Euro bis 2010 reduziert worden. Die zugesagte Kompensation um 500 Millionen Euro ließe seit dem auf sich warten. „Es ist sicherlich richtig, sich mit der Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Pkw zu befassen. Doch man sollte dabei nicht vergessen, dass es bereits eine klimafreundliche Mobilitätsalternative gibt: Busse und Bahnen.“
VDV: Gabriel erkennt Bedeutung von Bussen und Bahnen nicht
Busse und Bahnen sind klimafreundliche Mobilitätsalternative, trotzdem werden Finanzmittel seit Jahren gekürzt