Vor allem Auszubildende, Fahrpersonale für Busse und Bahnen sowie Instandhaltungs-Mitarbeiter werden gesucht. Aber auch Akademiker, insbesondere mit ingenieurwissenschaftlichen Qualifikationen, haben große Chancen. Die Gründe für den hohen Einstellungsbedarf liegen vor allem in der Altersstruktur der Beschäftigten in den Verkehrsunternehmen: 36 Prozent sind älter als 50 Jahre und werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Gutachtens zum Arbeitsmarkt Öffentlicher Verkehrsunternehmen, das die VDV-Akademie gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV und dem VDV-Förderkreis veröffentlichte. „Die ÖPNV-Branche erneuert ihr Personaltableau jedes Jahr um rund 4,3 Prozent. Damit bietet sie exzellente Beschäftigungsperspektiven“, betont Professor Dr. Paul Wittenbrink von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, der für die Erstellung des Gutachtens verantwortlich ist. Über 50 Prozent der Unternehmen wollen den Bedarf an Personal vor allem durch die Übernahme von Auszubildenden decken. Besonders Auszubildende für gewerblich-technische Berufe wie Mechatroniker oder Elektroniker sowie für kaufmännisch-serviceorientierte Berufe wie Fachkraft im Fahrbetrieb, Kaufmann für Verkehrsservice und Bürokaufmann sind gefragt. Über 40 Ausbildungsberufe stehen zur Auswahl. Zehn Prozent der befragten Unternehmen bieten außerdem mit dem Dualen Studium Doppelqualifikationen von beruflicher und akademischer Ausbildung an. Die Tendenz ist steigend.
VDV-Unternehmen bieten 32.000 neue Jobs bis 2015
Die Unternehmen der ÖPNV-Branche werden bis zum Jahr 2015 rund 32.000 neue Mitarbeiter einstellen.