Die Stadt Wiesbaden ist mit dem Verkauf von 49 Prozent der Anteile von Benex an die Investmentgesellschaft Babcock & Brown nicht einverstanden. Oberbürgermeister Helmut Müller ist laut Rhein-Main Presse verärgert, dass die Stadt als Mehrheitseigner der gemeinsamen Gesellschaft WiBus vom Verkäufer Hamburger Hochbahn nicht vorher konsultiert wurde. Seines Erachtens verstößt die Hamburger Hochbahn mit solch einer Beteiligung, die einen Wechsel in der Kontrolle des Unternehmens bedeute, gegen den Vertrag mit der Stadt Wiesbaden.
Die Stadt hätte als Gesellschafterin von WiBus konsultiert werden müssen, so Müller. Und da sei es zunächst egal, wer sich an Benex beteilige. Ferner findet es der OB mehr als bedenklich, dass bei der Suche der Hamburger Hochbahn nach neuen Beteiligungen die Kostenstruktur der WiBus offengelegt werde.
Müller drohte Benex mit einem Verlust der WiBus-Leistungen, die im Auftrag der städtischen ESWE Verkehr erbracht werden, sollte man an der Qualität sparen. Die Stadt Wiesbaden prüft unabhängig davon einen Rückkauf des Benex-Anteils an WiBus, um eine Inhouse-Vergabe des Stadtverkehrs zu realisieren.