Prozess Rainbow Tours: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen

Die Staatsanwaltschaft hat für drei Angeklagte Haftstrafen gefordert
© Foto: Freedomz stock adobecom

Im Prozess um die Insolvenz des Unternehmens Rainbow Tours hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen gefordert. Die Verteidiger werden am 12. Februar ihre Plädoyers halten.


Datum:
11.02.2021
Autor:
Thomas Burgert

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Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um die Insolvenz des Reiseunternehmens Rainbow Tours am Mittwoch, 3. Februar, Haftstrafen für drei Angeklagte gefordert. Der ehemalige Geschäftsführer soll wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung, Bankrotts und Betrugs zu einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt werden, teilte die Gerichtspressestelle mit.

Der Angeklagte soll die Firma und ein Busunternehmen 2011 verkauft haben, obwohl beide bereits zahlungsunfähig waren. Der Angeklagte hatte gegen Zusicherung einer Maximalstrafe ein Geständnis abgelegt. Die Busreisen von Rainbow Tours waren seit den 1980er Jahren bei jungen Leuten sehr beliebt gewesen. Für einen mitangeklagten ehemaligen Rechtsberater des Unternehmens beantragte die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren Haft. Er hatte ebenfalls ein Geständnis angeboten, sollte ihm eine milde Strafe zugesichert werden.

Für zwei Jahre und drei Monate soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft ein dritter Angeklagter aus dem Land Brandenburg ins Gefängnis. Er soll die zahlungsunfähigen Firmen gekauft und ihren Sitz nach Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) verlegt haben. Die Anklage gegen ihn lautet ebenfalls auf vorsätzliche Insolvenzverschleppung und Bankrott.

Für einen vierten Angeklagten beantragte die Staatsanwaltschaft Freispruch. Als Insolvenzverwalter war er wegen Beihilfe angeklagt worden, hatte die Vorwürfe aber bestritten. Die Verteidiger sollen ihre Plädoyers am 12. Februar halten. Möglicherweise werde am selben Tag auch das Urteil verkündet, heißt es in der Mitteilung.

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