Alternative Antriebe: Frankfurt sieht technologieoffenen Mix als Erfolgsrezept

04.11.2026 14:53 Uhr | Lesezeit: 3 min
E-Busse_Frankfurt_am_Main_Traffiq
Zwei batterieelektrische Busse von Transdev Rhein-Main in Frankfurt
©Foto: Stadt Frankfurt am Main/ Chris Christes

In Frankfurt setzt man bei der Umstellung der Busflotte auf Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb und auf welche mit Brennstoffzelle. Dies habe sich bewährt, so die Beteiligten.

In der Stadt Frankfurt hat man mit der Indienststellung von neun batterieelektrischen Bussen des Herstellers Ebusco die Schwelle von 100 Elektrobussen in diesem Fahrplanjahr überschritten. Der Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Yannick Schwander, hat dies zum Anlass genommen, um gemeinsam mit Claudia Wolf und José Luis Lombardi aus der Geschäftsführung von Transdev Rhein-Main (TDRM) und Tom Reinhold, Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Bei den Bussen setze man sowohl Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb als auch solche mit Wasserstoffbrennstoffzelle ein. „Wir setzen bei der Elektrifizierung der Busflotte weiter bewusst auf einen technologieoffenen Mix, um uns nicht von einer einzigen Antriebsart abhängig zu machen“, sagte Yannick Schwander. 

Betrieb von E-Bussen wird wirtschaftlich attraktiver

Traffiq-Geschäftsführer Tom Reinhold erklärte: „Die Betriebskosten eines Elektrobusses liegen inzwischen rund 40 Prozent niedriger als die eines vergleichbaren Dieselbusses, und die Reichweiten von 250 bis 300 Kilometern mit einer Ladung haben sich verbessert. Dadurch wird der Betrieb von Bussen mit Batterietechnik auch wirtschaftlich immer attraktiver“. Laut Reinhold stellen Brennstoffzellenbusse „insbesondere aufgrund ihrer größeren Reichweite weiterhin eine wichtige Ergänzung des Angebots dar“. Angesichts der stark gestiegenen Dieselpreise und der gleichzeitig stabilen Preise beim Betrieb der E-Busse zahle sich der Umstieg auf lokal emissionsfreie Antriebe „klar aus“.

Vollständige Elektrifizierung bis 2033 geplant

Im Frankfurter Busnetz sind mittlerweile 109 von insgesamt 418 Bussen mit lokal emissionsfreien Antrieben unterwegs und die nächsten Schritte sind bereits geplant. Im Frankfurter Westen wird das Busbündel B von 2027 an mit zehn Elektrobussen verstärkt. Für den Frankfurter Osten ist für 2028 die Beschaffung von 39 Elektrobussen vorgesehen. Dafür entsteht das neue Elektro-Busdepot Ost. Von Dezember 2028 an sollen zudem mehrere Kleinbuslinien im Bündel H zusammengefasst und vollständig elektrisch betrieben werden.

Als Ersatz für den Betriebshof Römerhof plant die ICB zudem mit dem Elektro-Busbetriebshof West in der Lorscher Straße in Rödelheim, Platz und Ladekapazitäten für 200 Batterie- und Wasserstoffbusse zu schaffen. Bis 2033 soll die gesamte Frankfurter Busflotte vollständig auf lokal emissionsfreie Antriebe umgestellt sein, sagte Schwander. Damit werde dann der gesamte Nahverkehr lokal emissionsfrei sein.

HASHTAG


#Frankfurt

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.