Autonomes Fahren: ÖBB und Otokar bringen einen eCentro in den Einsatz

02.09.2026 15:16 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Der Autonomous eCentro C von Otokar verfügt über Technologie nach SAE Level 4
© Foto: ÖBB/Daniel Willinger

Nicht nur in Deutschland verbindet man mit dem Einsatz autonom fahrender Fahrzeuge im ÖPNV große Hoffnungen. In Österreich setzt die ÖBB gemeinsam mit Hersteller Otokar ein Vorhaben um.

Gemeinsam mit Otokar bringt ÖBB Postbus einen elektrisch betriebenen Bus mit vollautomatisierter Fahrfunktion nach SAE Level 4 für einen Pilotbetrieb nach Österreich. Der autonome Bus wird zunächst im Rahmen des European Forum Alpbach auf einer definierten Strecke erprobt. Nach den ersten Tests in Alpbach soll der autonome E-Bus am Campus Wolfurt Unternehmen im Industriepark an die S-Bahn anbinden.

ÖBB sieht Technologie mit großem Potenzial

Autonomes Fahren ist keine Zukunftsvision mehr, sondern eine Technologie mit großem Potenzial für den öffentlichen Verkehr. Unser Anspruch ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und frühzeitig Erfahrungen zu sammeln. So schaffen wir die Grundlage, um neue Technologien verantwortungsvoll einzusetzen und den Fahrgästen langfristig noch bessere Mobilitätsangebote zu bieten“, sagte Andreas Matthä, CEO der ÖBB, anlässlich des Projekts.

Otokar bringt internationale Erfahrung mit

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Bus vom Typ Autonomous eCentro C von Otokar. Das Fahrzeug verfügt über Technologie nach SAE Level 4. Nach österreichischer Rechtslage ist jedoch weiterhin ein geschulter Sicherheitsfahrer an Bord erforderlich. Das autonome Fahrzeug bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste und einen barrierefreien Niederflureinstieg mit Rollstuhlrampe. Otokar hat den eCentro bereits in Madrid in den regulären Betrieb überführt und verfügt damit über praktische Erfahrungen beim Einsatz autonomer Busse unter realen Bedingungen. Diese Erkenntnisse sollen auch in die österreichischen Projekte einfließen.

Österreich will autonomes Fahren aktiv mitgestalten

„Automatisierte Mobilität ist ein wichtiger Baustein für ein moderneres, sichereres und effizienteres Mobilitätssystem und zugleich eine große Chance für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich“, sagte Mobilitätsminister Peter Hanke. Besonders großes Potenzial sehe er „im öffentlichen Verkehr“. Automatisierte Busse könnten bestehende Angebote ergänzen und erweitern, wie etwa auf der ersten und letzten Meile, in ländlichen Regionen oder zu Zeiten, in denen ein klassischer Linienbetrieb nur schwer darstellbar ist. Hanke betonte auch: „Österreich soll diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten, Wertschöpfung im Land halten und österreichisches Know-how international sichtbar machen.“

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