Nutzfahrzeughersteller: MAN will in deutsche Standorte investieren

16.01.2026 12:10 Uhr | Lesezeit: 3 min
MAN_Zentrale_Muenchen
Fast eine Milliarde Euro will MAN in die deutschen Standorte investieren, ein Großteil davon in Bayern
© Foto: MAN Truck & Bus

Unter dem Namen „MAN2030+“ hat der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus ein Programm aufgelegt, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und Standorte gesichert werden sollen.

Man habe sich mit der Arbeitnehmerseite umfassend verständigt, so der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus. In einem Eckpunktepapier wurden die Maßnahmen des Vorhabens festgehalten, unter anderem sollen die Kosten bis 2028 um rund 900 Millionen Euro gesenkt und die Performance des Unternehmens „nachhaltig verbessert werden“. Gleichzeitig sollen an den deutschen Standorten von MAN bis Ende 2030 Investitionen von fast einer Milliarde Euro getätigt werden. Karina Schnur, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von MAN Truck & Bus, sprach vom „bestmöglichen Kompromiss für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Unternehmen“.

Eine Batteriefabrik in Osteuropa

Laut MAN werden wesentliche Neuinvestitionen, die für die nächste Fahrzeuggeneration auf Basis des künftigen Baukastensystems Traton Modular System (TMS) notwendig sind, perspektivisch auch in Osteuropa vorgenommen. Auch die Ansiedlung und der Aufbau einer weiteren Batterie-Fabrik innerhalb der Gruppe soll – in Abhängigkeit vom weiteren Hochlauf der E-Mobilität im Truck- und Busbereich – in Osteuropa erfolgen. „Das Vorhaben sichert die Wettbewerbsfähigkeit von MAN und garantiert unseren Kunden auch weiterhin ein breites Produktportfolio als Full-Liner“, sagte MAN-CEO und Traton-Vorstandsmitglied Alexander Vlaskamp.

Erhalt der deutschen Standorte

Das Programm sichere langfristig den Erhalt der deutschen Standorte, so Vlaskamp. Gleichzeitig schaffe man sich „den Freiraum, weiter erheblich in die deutschen Standorte und die Zukunft der MAN zu investieren“. Um die Investitionen tätigen zu können, sind auch Maßnahmen zur Kostensenkung Teil des Programms „MAN 2030+“. In diesem Zusammenhang haben die unterzeichnenden Parteien im Eckpunktepapier zum Vorhaben eine langfristige Beschäftigungssicherung für die Beschäftigten in Deutschland bis Ende 2035 vereinbart und den Erhalt aller deutschen Produktionsstandorte festgeschrieben. Auch die Traton R&D Germany GmbH, in welche im vergangenen Jahr große Teile der MAN-Entwicklungsbelegschaft gewechselt waren, ist in diese Beschäftigungssicherung inkludiert.

Rund 2300 Stellen sollen entfallen

In die deutschen Standorte soll zudem bis Ende 2030 fast eine Milliarde Euro investiert werden. Davon soll der Großteil an bayrischen Standorten investiert werden. Um diese und weitere Investitionen in den Feldern der Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung der Fahrzeuge abzusichern, soll die Stellenzahl der deutschen Standorte in den nächsten Jahren „entlang der Entwicklung der demografischen Kurve unter Nutzung der natürlichen Fluktuation angepasst werden“, so der Konzern. Betriebsbedingte Kündigungen würden dadurch ebenso vermieden wie kostenintensive Abfindungsprogramme. Zudem sollen im Rahmen von „MAN2030+“ in Deutschland mit 2300 Stellen über den Zeitraum von zehn Jahren deutlich weniger Stellen entfallen, als Beschäftigte im gleichen Zeitraum in Rente gehen.

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