Insgesamt 15 Buslinien wurden an drei Testtagen befahren. Sie weisen allesamt eine besonders ausgeprägte Spitzenlast in der Früh montags bis freitags auf, die insbesondere auch auf den Schülerverkehr zurückzuführen ist. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten können hier zum Teil keine Gelenkbusse zum Einsatz kommen, weshalb zu bestimmten Zeiten morgens zur selben Abfahrtszeit bis zu drei Solobussen hintereinander starten, um die benötigen Kapazitäten bereit stellen zu können.
Beim Testeinsatz des Buszugs beeindruckte die sehr gute Wendigkeit. Der Wendekreis entspricht weitgehend der eines Solobusses, obwohl das Gespann rund fünf Meter länger ist als ein herkömmlicher Gelenkbus. Allerdings entsprechen die Haltestellenlängen weder auf den Gelenkbuslinien noch auf den Solobuslinien derzeit den Anforderungen für Buszüge. traffiQ wird nun zunächst prüfen, welcher Aufwand für Haltestellenumbauten entstehen würde. Den Mehrkosten des Systems Buszug können erhebliche Einsparpotenziale beim Fahrzeugeinsatz, wie die geringeren Kosten für das Fahrpersonal und Treibstoff, gegenüberstehen. (akp)
Buszug-Test in Frankfurt
Ende September 2012 testete traffiQ, die Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main, auf ausgewählten Linien im Frankfurter Busnetz ein Busgespann aus Standardlinienbus und Personenanhänger des schweizer Herstellers Carrosserie Hess AG.