Das Künzelsauer Unternehmen hatte sich unter mehr als 100 Einsendungen durchgesetzt und war auf die Shortlist gekommen. Im Finale überzeugte der getriebelose Radnabenantrieb durch seine Effizienz und geringe Geräuschentwicklung.
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg vergibt den Umwelttechnikpreis seit 2009. Er wird im Zwei-Jahres-Takt für hervorragende und innovative Produkte in der Umwelttechnik verliehen. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in Baden-Württemberg. Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der Markteinführung stehen oder nicht länger als zwei Jahre am Markt sind.
Im vergangenen Herbst erst ist der getriebelose und extrem leise sowie energiesparende Antrieb auf der IAA Nutzfahrzeuge öffentlich vorgestellt worden – und seitdem ist das so genannte ZAwheel bei nationalen wie internationalen Wettbewerben erfolgreich. „Dass der sechstgrößte europäische Omnibushersteller VDL Bus & Coach seit Mai Neufahrzeuge mit unserem Antrieb ausstattet, unterstreicht die Praxistauglichkeit“, erklärt sagt Peter Fenkl, der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg.
Gemeinsam mit der Fachjury hat der Umweltminister Franz Untersteller die Preisträger und die nominierten Unternehmen aus 118 Bewerbungen ermittelt. Der Technische Leiter der Jury ist Prof. Dr. Dieter Spath (Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sowie Leiter des Instituts für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement an der Universität Stuttgart). Die weiteren Juroren sind Ingolf Baur (Moderator SWR), Prof. Dr. Thomas Hirth (Institutsleiter Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik sowie Leiter des Instituts für Grenzflächenverfahrenstechnik und Plasmatechnologie an der Universität Stuttgart), Karl Schmauder (Vorstand ElringKlinger AG), Prof. Dr. Andreas Löschel (Leiter des Forschungsbereichs Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg) und Dr.-Ing. Hannes Spieth (Geschäftsführer Umwelttechnik BW).
Über Ziehl-Abegg
Ziehl-Abegg gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft- und Antriebstechnik mit darauf abgestimmter Regeltechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ziehl-Abegg hat schon in den fünfziger Jahren die Basis für moderne Ventilatorenantriebe gesetzt: Außenläufermotoren, die noch heute weltweit Stand der Technik sind. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen, medizinischen Anwendungen (Computertomographen) oder Tiefsee-Unterwasserfahrzeugen für Antrieb sorgen. Das Thema Elektromobilität im Straßenverkehr wurde 2012 in das Team Ziehl-Abegg Automotive gelegt. Dort sind Vertrieb und Weiterentwicklung eines Radnabenantriebs für Stadtbusse angesiedelt, der bereits in mehreren Ländern eingesetzt wird.
Das High-Tech-Unternehmen beschäftigt 1.750 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 3.150 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 8 Produktionsstätten sowie 7 Montage- und eigene Vertriebsstandorte in 32 Ländern. Die rund 30.000 Produkte werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz lag 2012 bei 371 Mio. Euro. Zwei Drittel des Umsatzes werden im Export erzielt.
Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg AG ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz. Weitere Informationen auf http://www.ziehl-abegg.de.