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Elektromobilität: Lade- und Depotmanagement für E-Busse in Leipzig

In Leipzig werden zwei Systeme der Init-Gruppe für das Lade- und Depotmanagement der neuen E-Bus-Flotte zum Einsatz kommen
© Foto: Leipziger Gruppe

In Leipzig sollen insgesamt 21 Elektrobusse auf drei Linien noch in diesem Jahr in den Einsatz gehen, Lade- und Depotmanagementsysteme kommen von der Init-Gruppe.


Datum:
27.08.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Das Lademanagementsystem kommt vom des Init-Tochterunternehmen CarMedialab und von der Init Mobility Software Solutions stammt das Depotmanagementsystem, das jetzt mit der Umstellung auf Elektrobusse ein Update erfährt und mit dem Lademanagement vernetzt wird. Bis zum Jahresende ist der vollständige Einsatz der Elektrobusse auf drei Linien geplant. Für 2022 ist eine weitere Linie in der Planung. Dafür sollen weitere zehn Gelenkbusse beschafft werden.

Zur Anwendung kommt bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) die neue Schnittstelle VDV 463 für den Datenaustausch zwischen Lademanagement, Depotmanagement und Leitsystem, die unter Mitarbeit von CarMedialab entwickelt und erst im Juni veröffentlicht wurde. Für die Vorkonditionierung der Elektrobusse kommt die Schnittstelle VDV 261 zum Einsatz und für die Kommunikation mit der von Siemens gelieferten Ladeinfrastruktur das Open Charge Point Protocol (OCCP) in der Version 1.6 und zukünftig auch 2.0.1.

Zum Laden und Abstellen errichten die LVB ein neues Busdepot auf dem Betriebshof Lindenau im Leipziger Westen mit Ladestellen aus. Weitere Lademöglichkeiten entstehen an Endhaltestellen, an denen die Akkus auf dem Dach während der Wendezeit in rund sechs bis acht Minuten nachgeladen werden können. Zunächst sind es circa 40 Ladepunkte im Depot und auf der Strecke, die es zu koordinieren gilt.

Vernetzung mit dem Depotmanagement

Alle Ladepunkte werden vom Lademanagementsystem in Bezug auf ihre Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit überwacht. Zudem werden vom System sämtliche Ladevorgänge gesteuert. Die Vernetzung mit dem Depotmanagement ermöglicht es, mit weniger Energie und damit batterieschonender zu laden, da die Informationen über die Standzeiten vorliegen und somit der gesamte Zeitraum für den Ladevorgang genutzt werden kann. In der Zukunft soll die Berücksichtigung tageszeitabhängiger Energietarife dafür sorgen, dass kosteneffizient geladen werden kann, und zwar genau so viel, wie für den nächsten Umlauf benötigt wird.

Den Ladeplan, die Information, welcher Bus wann mit welchem Ladezustand das Depot verlassen muss, kommt vom Depotmanagement von Init Mobility Software Solutions (ehemals Initperdis), das in Leipzig bereits für die Disposition der 165 Dieselbusse und Straßenbahnen zum Einsatz kommt und nun um Funktionalitäten rund um E-Mobilität erweitert wird. Dazu gehören die automatische Fahrzeugzuteilung – die nun nicht nur die Stellplätze und die allgemeine Fahrzeugqualifikation berücksichtigt – sowie auch Reichweiten und Ladekapazitäten der neuen E-Busse. Dabei kann laut Init in Echtzeit auf unvorhergesehene Ereignisse, beispielsweise Ladeabbrüche, reagiert und die Einsatzplanung dementsprechend angepasst werden.

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