Kraftstoffe: Drittes Jahr mit sinkenden Preisen

16.12.2025 11:09 Uhr | Lesezeit: 2 min
Bus, der mit Diesel betankt wird
In den letzten Wochen ist Sprit laut dem ADAC noch einmal ein gutes Stück billiger geworden
© Foto: picture alliance / SZ Photo | Catherina Hess

Im Jahr 2025 sanken die Kraftstoffpreise erneut, der ADAC sieht allerdings nicht mehr viel Luft für weitere Preissenkungen.

Laut dem ADAC ist 2025 das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Spritpreisen. Der ADAC geht für Super E10 von einem Jahresdurchschnittspreis von 1,69 Euro pro Liter aus. Das wären rund 5 Cent weniger als 2024. Bei Diesel kommt der Verkehrsclub auf 1,61 Euro – das sind 4 Cent weniger als im Vorjahr. Noch 2022 – im bisher mit Abstand teuersten Tankjahr – hatte ein Liter Diesel 1,946 Euro gekostet, ein Liter E10 kam auf 1,86 Euro. Noch deutlicher fällt der Rückgang aus, wenn man die aktuellen Preise heranzieht – denn in den letzten Wochen ist Sprit noch einmal ein gutes Stück billiger geworden. Am Sonntag kostete ein Liter E10 1,645 Euro, ein Liter Diesel 1,585 Euro. Billigste Tanktage des Jahres waren - bis inklusive Sonntag gemessen – für E10 der 10. Dezember mit 1,639 Euro pro Liter und für Diesel der 26. Mai mit 1,537 Euro.

ADAC: Kraftstoffpreise immer noch relativ hoch

„Auch wenn die Preise gesunken sind: Tanken ist immer noch relativ teuer“, sagte der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. „Und die aktuelle Erholung kann schnell wieder umschlagen, wenn es internationale Krisen gibt – gerade im Nahen Osten.“ Dementsprechend schwierig ist der Blick nach vorne. „Wenn die Heizsaison endet, könnte es bei Diesel wieder deutlicher abwärtsgehen“, sagt Laberer. „Darüber hinaus ist aber nicht besonders viel Spielraum nach unten erkennbar, denn sinkt der Ölpreis noch weiter, würde sich Fracking häufig nicht mehr lohnen.“ Fällt dieser Methode zur Ölförderung aus, sinkt das Angebot, was den Preis wieder treiben würde. Kurzfristige Gründe für einen deutlichen Anstieg gebe es aber auch nicht. Dafür sei die Nachfrage angesichts der Schwäche der Weltwirtschaft einfach zu gering. „Am wahrscheinlichsten ist eine Seitwärtsbewegung – also relativ gleichbleibende Spritpreise.“

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