Als Auslöser für die Investition von rund 3.000 Euro pro Fahrzeug nennt Geschäftsführer Andreas Schulz die zunehmende Gewalt im ÖPNV: „Wir hatten fünf heftige Übergriffe auf unsere Fahrerinnen und Fahrer, zuletzt sogar eine Messerattacke auf eine Mitarbeiterin.“ Daher werden ab jetzt alle Neufahrzeuge mit Videoüberwachung ausgestattet: Gelenkbusse bekommen sechs Kameras, Solofahrzeuge vier. Von außen und innen informieren Aufkleber über den Einsatz von Videoaufzeichnungsanlagen im Bus. Die aufgezeichneten und verschlüsselten Daten werden über 72 Stunden gesichert und nur dann ausgewertet, wenn ein konkreter Vorfall besteht. Über die Auswertung gibt es bestimmte Abläufe, die mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz des Landes Schleswig-Holstein abgestimmt sind und eingehalten werden müssen. „Mit der geplanten Einführung neuer Techniken unserer Funkanlage streben wir an, dass die aktuellen Videosequenzen im Falle des Betätigens des Notruftasters gleichzeitig in der Funkleitstelle auf einem Monitor erscheinen, damit die diensthabenden Verkehrsmeister der Funkleitstelle einen besseren Eindruck über die Situation erhalten“ kündigt Thomas Mau, Leiter Betrieb und Technik, an. Ohne Betätigung des Nottasters werden keine Bildaufnahmen übertragen sondern nur gespeichert. Eine Mitarbeiterüberwachung oder willkürliche Beobachtung von Fahrgästen ist ausgeschlossen. (akp)
Mehr Sicherheit in Kieler Bussen durch Videoüberwachung
Zwölf neue Citaro Gelenkbusse der Kieler Verkehrsgesellschaft verfügen über Videokameras. Damit will das Unternehmen mehr Sicherheit für Busfahrer und Passagiere erreichen.