Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer startete das Projekt am 2. August 2013 in Coburg. Das finnische Ölunternehmen Neste Oil, weltweit führender Lieferant von erneuerbarem Diesel, ist Teil des Fuhrparkprogramms. Die neue Mischung mit dem Namen Diesel R33 enthält zu 26 Prozent Neste Oils erneuerbaren Diesel der Sorte NExBTL (hydriertes Pflanzenöl, kurz HVO), zu sieben Prozent herkömmlichen Biodiesel (Fettsäuremethylester, kurz FAME), produziert aus altem Speiseöl, und zu 67 Prozent fossilen Diesel. Dank der hohen Beimischung von Neste Oils NExBTL-Diesel soll die neue Mischung den bei weitem höchsten Biokraftstoffanteil von allen Dieselmischungen haben, die die Anforderungen an Dieselkraftstoffe in der EU erfüllen und übertreffen. Nach der Kraftstoffqualitätsrichtlinie der EU und dem EN 590-Dieselstandard liegt die Obergrenze für die Beimischung von Biokraftstoff der FAME-Art zu fossilem Kraftstoff bei sieben Prozent. „Anders als bei herkömmlichem Biodiesel gibt es bei der Mischung des NExBTL Renewable Diesel von Neste Oil keine technischen Limitierungen“, erläutert Kaisa Hietala, Vice President, Renewable Fuels bei Neste Oil. „Das ermöglicht Dieselmischungen mit einem hohen Bioanteil und führt zu geringeren Treibhaus- und Abgasemissionen."
Das einjährige Diesel R33-Demonstrationsprojekt umfasst rund 280 verschiedene Fahrzeuge, darunter Busse, Autos und Lkw. Getestet wird die Leistungsfähigkeit der neuen Mischung im Verkehr sowie seine reduzierende Wirkung auf die Emission von Auspuff- und Treibhausgasen. Das Diesel R33-Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG), der Europäischen Union sowie verschiedenen anderen Partnern finanziert. Neben Neste Oil zählen deutsche Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Automobilhersteller und andere Unternehmen zu den Partnern. Das Diesel R33-Projekt setzt einen Versuch fort, der in den Jahren 2010 und 2011 in Coburg und München durchgeführt worden war. Der Versuch zeigte laut Neste Oil, dass der aus 100 Prozent erneuerbaren Rohstoffen produzierte Kraftstoff perfekt für den Stadtverkehr geeignet ist und die Auspuffemissionen erheblich reduzieren kann. Mehr über das frühere Projekt unter http://preview.tinyurl.com/pt8jf35. (ah)