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Technik: Schnellere Ersatzteilversorgung per 3D-Drucker

An einer Prozessstation wird das 3D-gedruckte Ersatzteil im Nachgang vom Restpulver befreit
© Foto: Daimler

Der Einsatz von 3D-Druckern soll eine schnellere Versorgung von Daimler-Kunden mit Ersatzteilen ermöglichen, dazu setzt der Bushersteller auf eine mobile Fertigung.


Datum:
17.05.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Bei Daimler Busses will man den 3D-Druck nutzen, um so Kunden künftig schneller mit Ersatzteilen versorgen zu können. Gefertigt werden die Teile dezentral in einem mobilen Druck-Center, dass in einem Container untergebracht ist, der per Lkw an seinen Einsatzort gebracht werden kann. Diese mobile „Mini-Fabrik“ ist 36 Quadratmeter groß und benötigt vor Ort für den Betrieb lediglich Strom sowie eine Internet-Verbindung. Ein Pilot-Container aus Neu-Ulm soll am BusWorld Home (BWH) Servicestützpunkt in Hamburg zum Einsatz kommen.

Der Container ist mit einem industriellen 3D-Drucker ausgestattet, der 3D-Druck-Produkte in Originalteil-Qualität produziert. Die 3D-Teile werden aus Polyamid additiv gefertigt und entsprechen den von der Daimler AG vorgegebenen Spritzguss- und Tiefzieh-Produktionsstandards. An einem CAD-Arbeitsplatz werden die 3D-Druck-Daten vorab für den Druckprozess aufbereitet. An einer Prozessstation wird das benötigte Pulver vorbereitet und das gedruckte Ersatzteil im Nachgang vom Restpulver befreit. In einem Nebenraum befindet sich eine Strahlanlage und ein Druckluftkompressor: Die Stahlanlage sorgt für eine optimale Oberfläche der Bauteile. Hier können die gedruckten Ersatzteile auch in begrenztem Farbumfang lackiert werden. Der Kompressor versorgt die Anlagen mit Druckluft. Darüber hinaus ist der Container mit einem Industriestaubsauger sowie einem Luftfilter und einer Klimaanlage ausgestattet.

Flexibel auf dringenden Kundenbedarf reagieren

Mit dem 3D-Druck könne man schnell und flexibel auf dringende Kundenbedarfe reagieren, so beispielsweise bei selten benötigten Teilen oder Kundensonderwünschen, erklärte Daimler Busses. Knapp 40.000 Omnibus-Ersatzteile sind bereits heute 3D-druckfähig. Man fokussiere sich derzeit aber auf rund 7000 Teile, die sukzessive digitalisiert werden. Ein Teil davon ist bereits heute nach entsprechenden Digitalisierungsschritten, Freigabeprozessen und zahlreichen Produkttests ausschließlich als 3D-gedrucktes Ersatzteil erhältlich und mit allen notwendigen Informationen zum Druck im „Digitalen Lager“ hinterlegt.

In einem nächsten Schritt möchte Daimler Buses das Geschäftsmodell weiter ausbauen und dezentralisieren. Kunden sollen dann über das Omniplus On Portal 3D-Druck-Lizensen erwerben, um entsprechende Teile über ein durch Daimler Buses zertifiziertes 3D-Druck-Center umsetzen zu lassen.

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