Die Reisebranche erfährt laut FVW eine Aufwertung auf bundespolitischer Ebene: Wie Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) beim Tourismusgipfel in Berlin mitteilte, wird sein Parteikollege Ernst Hinsken, Vorsitzender des Tourismusausschusses des Bundestags, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung. Die völlig neu geschaffene Position hebt Hinsken bei Auslandsbesuchen quasi in den Rang eines Tourismusministers. Fraglich ist, ob der bayerische Parlamentarier seinen Vorsitz im Tourismusausschuss beibehält. Hinsken gilt als hartnäckig und engagiert. Ihm wird ein direkter Draht zu Glos nachgesagt - Branchenbeobachter werten seine Ernennung daher als Stärkung der Tourismusbranche. Von den drei neuen Parlamentarischen Staatssekretären im Bundeswirtschaftsministerium, Dagmar Wöhrl (CSU), Peter Hintze (CDU) und Hartmut Schauerte (CDU), wird sich keiner dezidiert um die Tourismuspolitik kümmern. Vermutlich wird die Reisebranche jedoch in den Aufgabenbereich der „Mittelständler“ Wöhrl (51) und Schauerte (61) fallen. Die Rechtsanwältin, Gattin von DBA-Chef Hans Rudolf Wöhrl, war bisher wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, der Westfale, ebenfalls Jurist, stellvertretender Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT). Unter den drei beamteten Staatssekretären bleibt Georg Wilhelm Adamowitsch für touristische Fragen zuständig.
Bundesregierung: Hinsken wird Tourismusbeauftragter
Die Reisebranche erfährt eine Aufwertung auf bundespolitischer Ebene