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DRV: Tourismus hat schwieriges Jahr hinter sich

Folgen der Pandemie: Hinter der Tourismuswirtschaft liegt ein erneut schwieriges Jahr (Symbolbild)
© Foto: Chalabala/stock.adobe:COM

Mit fast 70 Prozent Umsatzrückgang gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 musste die Reisebranche erneut einen schweren Einbruch verkraften, auch ein starker Sommer konnte den Lockdown im Winter 2020/21 nicht auffangen.


Datum:
29.10.2021
Autor:
Thomas Burgert
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Die Tourismuswirtschaft leidet nach wie vor unter den Folgen der Corona-Pandemie, das zweite Jahr in Folge habe die Branche besonders hart getroffen, erklärte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit Blick auf die Daten des Touristikjahres 2020/21 (November 20 bis Oktober 21). Basierend auf Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) für den DRV zeigen sich zum Buchungsstand Ende September 2021 mit 69 Prozent Umsatzrückgang gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 erneut dramatische Einbrüche. Das entspricht einem Umsatzrückgang von fast zwölf Milliarden Euro bei den Veranstalterreisen. Erfasst sind bei dieser Auswertung pauschal oder in Bausteinen gebuchte Urlaubsreisen.

„Ein erneut schwieriges Jahr liegt hinter uns, nach einem Lockdown-Winter gab es erst im Sommer endlich Auftrieb“, sagte denn auch DRV-Präsident Norbert Fiebig. Vor allem der annähernde Totalausfall der Wintersaison zwischen November 2020 und April 2021 schlage mit einem Umsatzrückgang von 94 Prozent gegenüber dem Winter 19/20 zu Buche.

Reisegäste buchen kurzfristig

Im Sommer 2021 ist die Urlaubsnachfrage dann angestiegen. Einige Wochen lang lag das Buchungsaufkommen sogar deutlich über dem Niveau von 2019. Laut DRV „ein Indiz für ein großes Urlaubsbedürfnis nach monatelangem Lockdown“. Laut TDA-Zahlen wurde in den Hauptferienmonaten Juli mit 55 Prozent und im August mit 61 Prozent aller Reisen weniger als vier Wochen vor Abreise gebucht. Auch im September blieben kurzfristig gebuchte Urlaubsreisen für die Herbstmonate mit einem Umsatzanteil von 55 Prozent hoch. Das in diesem Sommer insgesamt außergewöhnlich starke Kurzfristgeschäft konnte die bis April während des Lockdowns aufgelaufenen Verluste allerdings nicht wettmachen: Die Sommersaison 2021 (Zeitraum Mai bis Ende Oktober) weist zum aktuellen Buchungsstand einen Umsatzrückgang von 56 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Sommer 2019 auf.

Besonders hoch war die Nachfrage laut TDA-Auswertungen für die Flugpauschal-Reiseziele Spanien, Griechenland und Türkei. Daneben wurden auch die mit Auto, Bus oder Bahn erreichbaren Ziele in Deutschland, Österreich und den anderen angrenzenden Ländern nachgefragt.

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