Die Lebenserwartung der Menschen steigt. Wie der demographische Wandel die Tourismuswirtschaft herausfordert, war zentraler Diskussionspunkt des Tags der Bustouristik. RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf sieht in den Senioren vor allem eine heterogene Zielgruppe die einerseits fit, selbstbewusst und gefühlt jung sind. Andererseits gibt es aber auch den typischen Senior, der mit einem sportlichen Angebot nicht ansprechbar ist. Und last but noch least gibt es den Senior, der bei seiner ersten Busreise schon älter ist und auch durchaus noch gebrechlich mit dem Bus unterwegs ist. Wichtig seien also spannende Angebote, aber auch eine verträgliche Fortentwicklung der klassischen Seniorenreise als Cash-Cow. Wolfgang K. Haehn, Vorsitzender des Fördervereins der BAGSO, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen erörterte die Anforderungen von Senioren an die nächste Reisebus-Generation. Er wünscht sich einen Reisebus mit einer durchsichtigen Ablage, damit nichts vergessen wird, außerdem beheiz- oder kühlbare Sitze die zudem noch ergonomisch und atmungsaktiv sind. Die Akustik sollte optimal sein auch für Hörgeräte und der ganze Bus Zugluftfrei. Über die Notwendigkeit breiter Einstiege und großer Toiletten würde er auch gern einmal mit den Herstellern sprechen, so sein Angebot. Im Serviceangebot der Bustouristiker wie Abholung von Zuhause, sieht Haehn ein große Chacne gegenüber den Wettbewerbern Bahn und Flugzeug. Hermann Meyering, 2. Vorsitzender der gbk Gütegemeinschaft Buskomfort e.V. und Geschäftsführer der Reise-Allianz GmbH nachte deutlich, dass die moderne seniorengerechte Busreise spannend, komfortabel und kommunikativ sein muss. „Für viele Senioren hat die Spannung im Alter nachgelassen, sodass neue Bedürfnisse entstehen. Der Busreiseveranstalter muss heute auch Eventmananger sein“, so sein Fazit.
Erfolgreicher Tag der Bustouristik
Zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung zur Kulturhauptstadt 2010 traf sich die Bus- und Gruppentouristik zu ihrer Jahresauftaktveranstaltung im Colosseum-Theater in Essen. Mehr als 200 Teilnehmer waren gekommen um über den wichtigsten Markt der Branche zu diskutieren: die Senioren.