Karlsruhe ist in die heiße Phase der Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2010 gestartet. Informations- und Aktionstage haben der Bevölkerung vier Tage lang einen Vorgeschmack auf das Veranstaltungsjahr vermittelt. Zum abschließenden "Kulturfeuerwerk für alle Sinne" am Samstag kamen rund 3500 Besucher: Mehr als 130 Künstler zogen das Publikum auf der projektierten "Kulturinsel Ostaue" mit klassischer Musik, Jazz und Rock, Kabarett, Performances, Akrobatik, und Ausstellungen in ihren Bann - auf dem derzeitigen Gelände des städtischen Schlachthofs soll bis 2010 ein "Dorado" für Kulturveranstalter, Künstler und kulturnahes Gewerbe entstehen. An die Spitze der Karlsruher Bewerbung um die Kulturhauptstadt 2010 hat sich als Botschafter der ehemalige Minister für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Klaus von Trotha, gestellt. Karlsruhe tritt mit Unterstützung der Landesregierung als einzige Stadt in Baden-Württemberg an. "Karlsruhe steht auf der Liste der Titelaspiranten ganz oben", zeigte sich Oberbürgermeister Heinz Fenrich bei der Eröffnung der Aktionstage selbstbewusst. "In Karlsruhe wird Zukunft voraus gedacht." Heinrich Hertz habe die Stadt mit dem Nachweis der elektromagnetischen Wellen zur "Wiege der modernen Kommunikationsgesellschaft" gemacht. Die Karlsruher Freiherr von Drais und Carl Benz hätten mit der Erfindung des Fahrrads und des Automobils "die Welt auf Räder gestellt". Und die Karlsruhe Universität habe die erste Verbindung zum weltweiten Internet hergestellt. "OB Fenrich: "Karlsruhe ist auch im All vertreten." Das Herzstück des europäischen Umweltsatelliten ENVISAT stammt aus dem Forschungszentrum Karlsruhe. Als "Residenz des Rechts" mit den beiden höchsten Gerichten in der Bundesrepublik sei Karlsruhe "zum Synonym für den modernen Rechtsstaat geworden", so Fenrich und : "Rechtsexperten sprechen von der 'Karlsruher Rebublik'". Mit dem Badischen Landesmuseum, dem Staatstheater, der Kunsthalle und der Städtischen Galerie sei auch die Kunst- und Kulturlandschaft international konkurrenzfähig. "Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe mit Professor Peter Weibel an der Spitze ist zur Marke auch in New York und Tokyo geworden", so Oberbürgermeister Fenrich. Daneben besitze Karlsruhe eine besondere Rolle im zusammen wachsenden Europa. Mit Unterstützung der Europastadt Straßburg sollen Projekte zur gemeinsamen Zukunft der Menschen diesseits und jenseits des Rheins entstehen. Kontakt: Bernd Wnuck Pressesprecher der Stadt Karlsruhe Telefon. 0721 / 133 -1300 Mobil: 0177 / 833 -1300 E-Mail. bernd.wnuck@pia.karlsruhe.de
Kulturhauptstadt 2010: Karlsruhe startet Bewerbung mit Aktionstagen
Ehemaliger Kultusminister Klaus von Trotha als Botschafter gewonnen