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Ministerien schlagen Drei-Phasen-Konzept vor

© Foto: PhotoGranary/stock.adobe.com

Die Tourismuswirtschaft, die Hotellerie und die Gastronomie sind massiv von der Coronakrise betroffen. Um den Unternehmen endlich eine Perspektive zu geben, haben die Wirtschaftsministerien aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein Konzept entwickelt. Auch in der Busbranche könnte sich etwas tun.


Datum:
29.04.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
4 min
1 Kommentare

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Wenn es nach dem Vorschlag der Ministerien geht, soll die Öffnung der Tourismusbranche zunächst mit touristischen Outdoor-Angeboten wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten eingeleitet. In der zweiten Phase folgen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels. Später sollen dann kleinere Gruppenreisen, Busreisen und der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein.

„Bei den Szenarien für die schrittweise Rücknahme der Beschränkungen haben wir es uns nicht leichtgemacht. Denn natürlich ist bei allen Maßnahmen zu beachten, dass der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger Vorrang hat. Deshalb sieht das Konzept die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung ist auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiert“, erklärten Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, Tourismusminister Guido Wolf, der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart am heutigen Mittwoch einstimmig.

Die drei Minister wollen ihr Drei-Phasen-Konzept in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. Danach könnten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der einzelnen Länder am 6. Mai entsprechende Beschlüsse auf den Weg bringen, sodass Lockerungen und Wiedereröffnungen der ersten Stufe bereits ab Mitte Mai möglich wären.

Länderübergreifender Lösungsvorschlag

„Uns war es wichtig, gemeinsam und länderübergreifend für diese Branche ein realistisches Konzept zu entwickeln. Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind durch die Krise massiv betroffen und werden leider noch längere Zeit mit Einschränkungen leben müssen. Umso wichtiger ist für diese Branche eine konkrete Perspektive“, fügt der niedersächsische Wirtschaftsminister Wolf hinzu. Und Althusmann ergänzt: „Mit Blick und unter Beachtung des Infektionsgeschehens scheint der richtige Zeitpunkt gekommen, um dem Tourismus wieder eine Perspektive zu geben. Jede der drei Phasen eröffnet weitere Freiheiten für Touristen und Anbieter. Damit sind natürlich auch Risiken der Verbreitung verbunden. Deshalb schlagen wir ein maßvolles Tempo vor und setzen die strikte Einhaltung von Hygiene und Abstandsvorgaben voraus. Der Tourismus in Zeiten von Corona stellt uns alle vor eine große Herausforderung. Ich habe jedoch großes Vertrauen, dass sich Tourismusunternehmen und Gäste verantwortungsvoll verhalten.“

Das Drei-Phasen-Konzept kann unten heruntergeladen werden.

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KOMMENTARE


Dirk Funke

30.04.2020 - 12:26 Uhr

Wann werden wir Phase 3 erreicht haben? Vielleicht Weihnachten?? Welcher Busreisegast, meistens über 65+ und Risikoperson setzt sich mit Mundschutz in den Bus?


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