Otto der Große und das Römische Reich

23.08.2012 15:38 Uhr
Landesausstellung Otto der Große und das Römische Reich
© Foto: Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2012

Die Ottostadt Magdeburg erstrahlt vom 27. August bis 9. Dezember 2012 im kaiserlichen Glanz, wenn im Kulturhistorischen Museum Magdeburg die mächtigen Kaiser des Römischen Imperiums auf die großen Herrscher des europäischen Mittelalters treffen.

„Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter“ lautet der Titel der großen kunst- und kulturhistorischen Landesausstellung Sachsen-Anhalt, die anlässlich des 1100. Geburtstages von Kaiser Otto dem Großen und des 1050. Jahrestages seiner Kaiserkrönung in der Ottostadt gezeigt wird. Mit dieser dritten Ausstellung zu dem berühmten Kaiser setzt das Magdeburger Museum nach den beiden Europaratsausstellungen 2001 „Otto der Große. Magdeburg und Europa“ und 2006 „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ die erfolgreiche Ausstellungsreihe zur Person Ottos des Großen fort. Schirmherr der Landesausstellung Sachsen-Anhalt ist Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert.

Mit „Otto der Große und das Römische Reich“ zeichnet erstmals eine Ausstellung die Entwicklung des europäischen Kaisertums im ersten Jahrtausend nach: Von den Anfängen unter Kaiser Augustus über Konstantin den Großen, Karl den Großen und Byzanz bis hin zu den Herrschern der Ottonen. In einem spannenden Rundgang durch ein Jahrtausend europäischer Kaisergeschichte dokumentiert die Ausstellung von Rom ausgehend, Beginn, Kontinuität und Wandel der römischen Kaiseridee über verschiedene Epochen hinweg. Die Schau führt eine Vielzahl überaus hochkarätiger Leihgaben aus 1.000 Jahren europäischer Kaisergeschichte in Magdeburg zusammen. Zu sehen sind rund 350 Exponate aus internationalen Museen und Bibliotheken wie den Vatikanischen Museen und den Kapitolinischen Museen in Rom, dem Staatlichen Historischen Museum Moskau, der französischen Nationalbibliothek in Paris und dem Kunsthistorischen Museum Wien. Kostbare Goldschmiede- und Steinmetzarbeiten, Elfenbeine, Textilien und Schriftstücke dokumentieren auf einzigartige Weise Macht, Selbstverständnis und Repräsentation kaiserlicher Herrschaft vom Mittelmeerraum bis Nordeuropa.

Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen die Insignien des Kaisers Maxentius aus Rom - einer der bedeutendsten archäologischen Neufunde der letzten Jahre. Sie werden erstmals in Deutschland gezeigt. Auch die mit Hilfe von Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Stadtsparkasse Magdeburg nach 120 Jahren wieder frisch restaurierte römische Kaiserstatue aus dem Pergamonmuseum in Berlin und die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu aus dem Staatsarchiv Wolfenbüttel – eine der kostbarsten und prachtvollsten Urkunden des Mittelalters – sind in der Schau zu bewundern. Mit dem Chludow-Psalter aus dem Staatlichen Historischen Museum Moskau ist zudem eine der ältesten byzantinischen Handschriften in der Ausstellung vertreten. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.otto2012.de. (ah)

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