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Périgord: Reisen zu tausend und einem Schloss ...

Die Schlösser und Burgen des Périgords erzählen bewegte Geschichten ihres Daseins. Dahinter stecken meist gefeierte Protagonisten mit politischem, religiösem oder künstlerischem Hintergrund, die die Entwicklung Frankreichs mit ihren Machenschaften prägten.
© Foto: iStock/Borisb17

Seinen Beinamen „Land der 1001 Schlösser“ verdankt das Périgord einer der einflussreichsten Frauen des Mittelalters: Eleonore von Aquitanien. Mit der Auflösung ihrer Ehe mit dem französischen König Ludwig VII. setzte sie eine Entwicklung in Gang, die zu einem über 300 Jahre währenden Konflikt zwischen Frankreich und England führte. Reiseveranstaltern eröffnet dieser heute aristokratische Destinationen, die ihresgleichen suchen.


Datum:
08.02.2023
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit:
5 min
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Liebhaber von kunstvollen Gärten oder mittelalterlicher Baukunst kommen genauso auf ihre Kosten wie Abenteurer die auf der Suche nach faszinierenden, unterhaltsamen Geschichten und Anekdoten sind. An dieser Stelle seien Interessierten ein paar Highlights ans Herz gelegt.

Joséphine Baker – eine Amerikanerin im Périgord

Freda Josephine McDonald war eine außergewöhnliche Frau, die das 20. Jahrhundert sowohl in der Welt des Showbusiness als auch durch politisches Engagement geprägt hat. Zwischen 1947 und 1968 war sie Besitzerin des „Château des Milandes“ in Castelnaud-La-Chapelle. Dort empfing sie ihre Regenbogenfamilie und heiratete in der Schlosskapelle Jo Bouillon. Ab dem Frühjahr 2023 kann man dort die Fresken und Grabrelikte sehen, die kürzlich bei Ausgrabungen im Zuge der Restaurierung entdeckt wurden. Seit letztem Jahr bereichert zudem der neue Ausstellungsraum „Dressing“ die Sammlung der Künstlerin, die im November 2021 als sechste Frau im französischen Pantheon aufgenommen wurde. Mehr Infos gibt es unter Milandes

François de Salignac de la Mothe-Fénelon – der Visionär

Er wagte es, die Politik des Sonnenkönigs zu hinterfragen. Damit riskierte er den prestigeträchtigen Sitz des Erzbistums Paris und wurde buchstäblich als Erzbischof von Cambrai ins Exil geschickt. Als religiöser Schriftsteller hinterließ dieser mystisch, christliche Philosoph rund 50 Werke. Darunter „Die Abenteuer des Telemach“, die auch Goethe beeinflussten. Der humanistische Geistliche, der im Schloss von Fénelon in Sainte Mondane 1651 geboren wurde, verteidigte die bürgerliche Tugend. Die Modernität seiner Ideen hatte enormen Einflus auf die Denker der Aufklärung. Details unter Fénelon

Michel EYQUEM DE MONTAIGNE - der Philosoph der Aufklärung

Als Magistrat und Schriftsteller widmete dieser humanistische Philosoph einen Großteil seines Lebens dem Schreiben eines einzigen Buches „Les Essais“. Wegen chronischer Nierenkoliken begab er sich zwischen 1580-1581 auf eine Bäderreise. Sie führte ihn über Paris, über etliche französische, schweizerische und deutsche Bäder. Sein Reisetagebuch wurde erst 1770 gefunden und 1774 gedruckt. Der Seigneur de Montaigne starb 1592 im Schloss von Saint-Michel-de-Montaigne. Er gilt als Philosoph und Moralist der Renaissance, sowie Vorreiter und Begründer der „Geistes- und Geschichtswissenschaften“. www.chateau-montaigne.com/fr

Bertran DE BORN - Star der Troubadoure

Im 12. Jahrhundert war Bertran de Born der Besitzer des Schlosses Hautefort. Der Troubadour, Krieger und Mönch unterscheidet sich von seinen Zeitgenossen durch seine politische Rolle während der unruhigen Zeiten der Plantagenets in Aquitanien und durch die Verbreitung seiner Lieder über seine Heimat hinaus. In denselben Gemäuern wurde auch der Schriftsteller Eugène Le Roy geboren. Was es noch zu entdekcne gibt, ist unter Hautefort zu finden.

„Château en fête“ im Périgord: Nix wie hin

Vom 15. April bis 1. Mai 2023 setzen sich 70 Schlösser des Périgord zum nunmehr dritten Mal auf ganz besondere Weise in Szene: Anlässlich des Festivals „Château en fête“ lassen die adeligen Häuser eine ganze Reihe Sonder-Events und Veranstaltungen steigen. Dabei mangelt es nicht an originellen Ideen: von der Gartenparty bis zum Kostümball ist so ziemlich alles vertreten. rund zwanzig Schlossherren beteiligen sich 2023 zum ersten Mal an dem Spektakel. Einige der feudalen Anwesen bieten sogar Zimmer und Diner an der Gästetafel an. Mehr unter „Château en fête“.

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