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Touristik: Wenn Museen zur Zeitreise einladen

Das Puppen-Museum in Donauwörth ist dem Lebenswerk von Käthe Kruse gewidmet
© Foto: Pressebüro Berghoff

Die Museen entlang der Romantischen Straße bieten für Gruppen Erlebnisse, die mit einem attraktiven Kurzaufenthalt an der Ferienstraße verbunden werden können.


Datum:
27.10.2022
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit:
7 min
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Es sind gerade besondere, kleine und charmante Museumsschätze entlang der Romantischen Straße, die einzigartige Zeitreisen ermöglichen, wobei sich dank der vielfältigen Ausstellungsschwerpunkte und Museumsthematiken jeweils unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und maßgeschneiderte Programme zusammenstellen lassen.

Da ist zum Beispiel das Glasmuseum Wertheim, das zu einem Streifzug durch die 3000-jährige Geschichte des Glases einlädt. Allerlei Skurriles wie eine Glasaugensammlung und Mitmach-Stationen wie der Flaschenteufel, das Liebesbarometer, ein Spiegelkabinett und ein Flohmikroskop können bewundert, bespielt und ausprobiert werden. Außerdem kann man Museumsglasbläser über die Schulter schauen. Repliken historischer Glasschätze, moderne Glas- und Objektkunst sowie zauberhaften Glasschmuck findet man im großen Museumsshop.

Stets bis November haben auch das Brunnenhausmuseum Schillingsfürst mit historischer Ochsentretanlage von 1702 und Schloss Schillingsfürst mit Falknerei geöffnet, individuelle Gruppenführungen können vorher vereinbart werden. Falken und alle anderen Greifvögel wurden auf der einen Seite verehrt als Statussymbole und Wappentiere, andererseits aber auch gehasst als Raubvögel, Krummschnäbel, Beutekonkurrenten, ja sogar als Kinderdiebe. Der Fürstliche Falkenhof auf Schloss Schillingsfürst hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verständnis zu wecken für den Schutz der Greifvögel in der freien Natur. Rund 50 Greifvögel sind im Fürstlichen Falkenhof zu Hause, in einer Anlage zu Füßen des Schillingsfürster Schlosses, das eine ansprechende Kulisse für den Flug- und Vorführplatz bildet. Nach der Begegnung mit den Greifvögeln und der Schlossführung bietet das Schlosscafé mit Weinstube und gemütlichem Biergarten der Gruppe Gelegenheit zu einem geselligen Besuchsabschluss.

Museums-Kleinode an der Romantischen Straße

Das Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth zeigt in der Dauerausstellung über 150 Puppen, Schaufensterfiguren und Puppenstubenpuppen aus der weltbekannten Manufaktur der Käthe Kruse Puppen von den Anfängen um 1910 bis heute. Das Museum ist dem Lebenswerk der Käthe Kruse gewidmet, die mit ihren natürlichen, dem Kind nachempfundenen Puppen Weltruhm erlangte. 1910 präsentierte Käthe Kruse erstmals ihre handgefertigten Puppen in der Ausstellung „Spielzeug aus eigener Hand“ im Berliner Warenhaus Tietz. Die Puppen erregten großes Aufsehen und Käthe Kruse wurde sprichwörtlich über Nacht berühmt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Käthe Kruse Werkstätten von Bad Kösen nach Donauwörth verlegt, wo noch heute Puppen in der Tradition von Käthe Kruse produziert werden.

Ein besonderes Kleinod ist auch das Herkomer Museum in Landsberg am Lech. Hubert von Herkomer war als Porträtmaler berühmt und gleichzeitig Initiator der ersten Autorallye in Deutschland. Das Museum befasst sich mit der komplexen Künstlerbiografie Herkomers, der einer der wichtigsten Porträtisten viktorianischer Zeit war. Die Besonderheit des Sammlungsbestandes der Herkomerstiftung gründet auf ihrem Charakter als privater Nachlass. Mit Stiftungsgründung 1929 übereignete Herkomers Witwe Margaret neben Gebäuden, Gemälden und Kunstwerken viele persönliche Dinge der Familie Herkomer, die zu den Glücksfällen der Sammlung zählen: die Medaillen und Auszeichnungen Herkomers etwa der Margarets Fächer, den Herkomer selbst gestaltete und von prominenten Besuchern wie Richard Strauß oder Bayreuth-Dirigent Hans Richter unterschreiben ließ.

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