27.05.2015MAN macht Druck

Ab etwa 165.000 Euro soll der gerade vorgestellte MAN Lion‘s Intercity in Deutschland zu haben sein. Mit solch einem Preis kann dieser Bus in dem recht engen Marktsegment der wirtschaftlichen Überlandfahrzeuge funktionieren. Vorausgesetzt, das Gesamtpaket ist rund. Die Entwickler haben sich dazu aber eine Menge einfallen lassen.

Iveco Bus Crossway, Mercedes-Benz Intouro, Setra UL (Business), Solaris Interurbino – in Deutschland scheint das Segment der preiswerten Intercity-Busse fest in den Händen einiger Anbieter zu sein. In Sachen Design bleiben Emotionen zwar meist auf der Strecke, doch das ist nebensächlich, denn in diesem wichtigen Bereich zählt allein die Wirtschaftlichkeit. Und den oben genannten Anbietern hatte MAN in Sachen Neufahrzeug bisher kaum etwas entgegenzusetzen, denn bei knappen öffentlichen Kassen und nur geringen Einnahmen aus dem Überlandgeschäft muss ein Lion’s Regio schon unter „Luxus" verbucht werden. Umso verständlicher also, dass die Münchner nun große Hoffnungen in ihr jüngstes Baby, den Lion’s Intercity, stecken. Bis zu 500 Fahrzeuge will man pro Jahr in Europa absetzen, so war es im Rahmen der MAN BusDays Mitte März zu vernehmen.

Recht unscheinbar ist der Auftritt des Neuen. Die Front mit ihren im konventionellen Stil gehaltenen Scheinwerfern lehnt sich stark an die Stadtbusflotte an, das Bugmittelteil wiederum scheint dem Regio entnommen zu sein, es soll die Verbundenheit zur MAN-Familie zeigen. Die Frontscheibe erstreckt sich über einen weiten Bereich, das ist gut so, denn gerade im Überlandbereich ist Übersichtlichkeit ein wichtiges Sicherheitskriterium. Dennoch betont MAN Bus-Design-Chef Stephan Schönherr, dass man trotz erheblicher Vorgaben nicht einfach nur einen Kasten designt habe: Überall finden sich kleine optische Aufwertungen, sei es am Heckbereich, der gekonnt eine Verknüpfung von Stadt- und Reisebus-Elementen zeigt oder die tricky ausgeformten Radkästen. Eine kleine Überraschung bietet auch der Fahrgastraum. Er wirkt im Zusammenspiel mit den optionalen Gepäckablagen und den optionalen Vorhängen erstaunlich wohnlich. Gesessen wird auf Intercity Lite ­Sitzen von Kiel. An der Mitteltür kann optional ein herausnehmbares Podest verbaut werden, das schafft Platz für Kinderwagen oder Rollstühle. Über drei recht flach wirkende Treppenstufen geht es nach innen. In der untersten Stufe lässt sich auf Wunsch ein Lift verbauen.


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